Am Montag herrschte Chaos, am Dienstag hat sich die Verkehrslage einigermaßen normalisiert. "Das ist am ersten Tag einer Umleitung oft so", sagte Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamts Bamberg, am Dienstag. Nachdem es am Montag umfangreiche Staus rund um die Südbrücke gegeben habe, hätten sich die ortskundigen Autofahrer ab Dienstag andere Wege gesucht.

Auch an Jürgen Woll wurden am Montag Beschwerden herangetragen, dass die Umleitung für die in Richtung Süden gesperrte Südbrücke nicht funktioniere. Tat sie aber, wenn sie denn befahren worden wäre. Die aus Richtung Marktrodach kommenden und in Richtung Neuses fahrenden Verkehrsteilnehmer wurden über die Kreisverkehre Friesen und Gundelsdorf zur Südbrücke geschickt. Das funktionierte nach Beobachtungen unserer Zeitung recht gut. Es war zwar viel Verkehr auf der Umleitungsstrecke, aber es gab keine Staus an den Kreiseln.


Kurzer, aber langer Umweg

Viele ignorierten jedoch die Umleitungsschilder und fuhren auf der Bundesstraße geradewegs Richtung Südbrücke. Wahrscheinlich, weil sie dachten, der Umweg über Friedrichsburg, Reuth und Hummendorf nach Neuses-Süd sei kürzer als der über die beiden Kreisverkehre. Kürzer war der Umweg schon, aber es dauerte am Montag länger, bis man in Kronachs Süden wieder mit gewohntem Tempo weiterfahren konnte. Zwischen Shell-Tankstelle und der Wachtersmühle wurde eine der beiden Fahrspuren gesperrt und es war nur noch ein Abbiegen nach links Richtung Weißenbrunn möglich. "Es gab aber auch Leute, die sind unter den Augen der Polizei in den gesperrten Bereich reingefahren und wollten unbedingt Richtung Neuses. Das hat natürlich zu zusätzlichen Störungen geführt", berichtet Jürgen Woll.

Die Steuerung der Ampeln habe man während der kurzen Bauphase von einer Woche nicht geändert, weil das viel zu aufwendig gewesen wäre, weil ja auch die Lichtzeichenanlagen der Nebenstraßen mit den Schaltungen harmonisieren müssten. So zeigt die Ampel an der Wachtersmühle Richtung Südbrücke Grün, auch wenn keiner dorthin fahren darf.


Es wird schon asphaltiert

Die Bauarbeiten gehen zügig voran. Am Dienstag wurde der Geh- und Radweg betoniert. Auch Asphalt wurde schon aufgebracht. "Die Firma weiß, dass ein schneller Baufortschritt nötig ist", verdeutlichte Woll. Jetzt müsse nur noch die Verschleißschicht drauf. Bis zum Wochenende will man auch noch die Markierungen aufbringen. "Die Wetterprognosen sind gut. Wer weiß, ob das nächste Woche noch so ist", will Woll diese Woche auf jeden Fall fertig werden.

Bis zum Wintereinbruch wird die alte Ampelanlage aufgebaut und "die alten Verkehrsbeziehungen" werden wiederhergestellt, das heißt, es gibt mehrere Fahrspuren. Nächstes Jahr ist dann der große Kreisverkehr dran. Einer der drei Bypässe ist schon fertig. Die anderen beiden werden zuerst gebaut. Erst dann wird mit dem eigentlichen Kreisel begonnen.