Jedes Mal werden zu dem Konzert musikalische Freunde mit ins Boot geholt. In diesem Jahr war es der Minis trantenchor aus Wallenfels, der zeigte, dass er auch viele andere Lieder im Gepäck hat und nicht nur Kirchenmusik. Immer abwechselnd spielten und sangen Musikkapelle und Chor - nur eine war immer dabei. Sie müsste eigentlich die "doppelte Gage", bekommen. Es ist die Klarinettistin und Solosängerin Katharina Lunk.

Von klein auf musikbegeistert, spielte sie schon in sehr jungen Jahren Blockflöte und begann in der dritten Klasse damit, Klarinette zu lernen. Seit 2005 gehört die 19-Jährige zum festen Stamm der Musikkapelle des Musikvereins Wallenfels. "Mir macht die Musik einfach viel Spaß, und mit der Musikschule hier am Ort ist das natürlich ideal", verrät die Studentin. Doch damit nicht genug. Als im Jahr 2007 der Ministrantenchor ins Leben gerufen wurde, war Katharina Lunk eines der Gründungsmitglieder. Erst sang sie nur im Chor mit allen anderen. Sehr bald wurde jedoch ihre tolle Stimme erkannt, und sie hatte ihre ersten Soli.


Mehrere Solisten auf der Bühne

Auch beim diesjährigen "Abend mit Freunden" war sie als Solistin zusammen mit Katrin Weiß, Thomas Weiß, Chiara Müller und Michelle Beetz unter anderem beim "Halleluja" dabei. "Wir sangen erst nur in der Kirche, aber dann auch auf Hochzeiten, Taufen und so weiter. Das erste Stück als Solistin war für mich ,The Rose‘, ein tolles Lied", erinnert sich Katharina Lunk.

Der fliegende Wechsel von der Klarinette zum Mikrofon und von der Musik zum Gesang - wird ihr das nicht zu viel? "Nein, Musik wird mir nie zu viel. Wenn ich die Entscheidung treffen müsste, Klarinette oder Singen, ich könnte es nicht, würde keines aufgeben." Etwas wehmütig denkt sie aber schon daran, dass sie nicht mehr so oft bei den Proben dabei sein kann. Musikprobe ist zwar am Freitag, da ist die Studentin meist zu Hause, aber die Chorprobe unter der Woche fehlt ihr schon sehr. "Ich studiere in Bamberg Lehramt für Grundschule, da kann ich nicht jeden Tag heimfahren. Doch bei den Auftritten will ich auf jeden Fall immer dabei sein", bekräftigt Katharina Lunk.


Aufgeregter in den Reihen des Chors

Aufgeregt war sie beim Konzert eher auf der Bühne mit dem Ministrantenchor. "Es ist eine Premiere für uns, vor solchem Publikum zu singen. Eben ganz anders als in der Kirche oder bei Feiern. Und wir wussten nicht, wie wir so ankommen", sagt Katharina Lunk. Doch da hätten die Jugendlichen keine Angst haben müssen, denn der Applaus nach jedem Stück konnte sich hören lassen. Die vielen Zugaben ließen das Lampenfieber schnell verschwinden.

Unter der musikalischen Leitung von Stefanie Stöcker zeigte der Musikverein Wallenfels mit einem bunten Programm aus lockeren und besinnlichen Liedern sein Können. Märsche, Melodien von Udo Jürgens, der Klarinettenmuckl und auch "Songs for children" mit Melodien aus Kinderserien sowie "Hit the road Jack" und "Mama Loo" begeisterten die Zuhörer. Als Hommage an ihre eingeladenen Freunde erklang "Olympic Fanfare and Theme" - die Eröffnungsfanfare der Olympischen Spiele 1972.

Als Schmankerl dirigierte Bürgermeister Peter Hänel (FW) bei den Zugaben einen Marsch und hatte dabei die Musikerinnen und Musiker gut im Griff. Vorsitzender Manfred Werner sprach von einem "Verwöhnen der Gäste durch Musik und Gesang". Und verwöhnt wurden diese wirklich. Der Ministrantenchor um Werner Stumpf und unter der musikalischen Leitung von Katrin Weiß hatte Lieder wie "Fang das Licht" und "Lord of the dance" im Repertoire. Er entführte mit den Solisten Chiara Müller und Michelle Beetz nach "Downtown" und besang das "California Dreamin'".


Das schönste "Halleluja"

Das ganze Herzblut des Chores steckte im "Halleluja", das einst von Leonhard Cohen so hervorragend interpretiert wurde. Gesungen von den Solisten Katrin Weiß, Katharina Lunk und Thomas Weiß blieb ein Gänsehautgefühl nicht aus. "Es ist die schönste Version des Halleluja", bekräftigte auch Bürgermeister Peter Hänel, der sich das Lied als Zugabe noch einmal wünschte. Lieder wie "You are holy", "All das wünsch ich dir" und "Hymn" machten den Auftritt des Minichores perfekt.