Fotografieren gehört seit frühester Kindheit zu ihren Hobbys. Am Montagabend eröffnete Karin Elsel ihre Ausstellung in der Galerie des Landratsamts. Bis zum 2. November können nun die Besucher ihre Bilder in verschiedenen Größen begutachten. Gezeigt werden 50 Fotos mit unterschiedlichen Motiven, wobei der Wald und die Natur zentrale Bildinhalte sind. Lotus- und Kleeblüten, Ahornblätter, Enten, Schlosspark laden zu einem Spaziergang, zur intensiven Betrachtung der Natur ein. Aber auch der Blick auf die Menschen verleiht der Ausstellung einen besonderen Charme. Oft sieht der Betrachter die Details erst beim genauen Hinsehen, wie beispielsweise bei einem Foto, bei dem man zuerst nur auf Bäume und Wasser blickt. Erst nach längerem Suchen sind die Enten erkennbar, die sich im Wasser spiegeln.

Leidenschaft für Fotos


Der Fotografin, die es versteht, Blickpunkte in schwarz/weiß-Fotografien hervorragend in Szene zu setzen, kommt es bei ihrem Hobby darauf an, die Welt so zu fotografieren, wie sie ist. Deshalb sind ihre Fotos auch nicht am Computer bearbeitet. Durch die thematische Anordnung der Bilder, wie beispielsweise Spiegelungen, Schattenspiele oder Wassertropfen, wird der Ausstellung einen besonderer Reiz verliehen.

Ihre Schwester, Dorothea Elsel, begründete die Leidenschaft für die Fotografien von Karin Elsel mit ihrem Vater. "Seine liebsten Motive waren wir Kinder!" Sie sprach davon, dass Bilder innerhalb der Familie schon immer eine besondere Bedeutung hatten. Auch heute sei es noch ein Ritual, bei Besuchen aktuelle Fotos zu zeigen.
Fotos zu zeigen.

Noch heute denkt die Marketingleiterin der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt, Karin Elsel, gerne an ihre Anfangszeit des Fotografierens zurück. Alles sei anders gewesen. Schon das Einlegen des Films sei eine besondere Prozedur gewesen. Die Entnahme des belichteten Films sei immer mit Spannung verbunden gewesen. Man habe nichts falsch machen dürfen, denn sonst wären die kostbaren Bilder für immer verloren gewesen. Heute, im digitalen Zeitalter der Fotografie, stünden die Bilder auf dem Display sofort zur Verfügung.

Nicht die erste Präsentation


Wie zu erfahren war, ist dies nicht die erste Ausstellung von Karin Elsel. Sie hat ihre Werke schon in Coburg, Hof, aber auch außerhalb Frankens in Italien und Frankreich präsentiert - meist waren dies Zeichnungen und Bilder in Aquarell- oder Acryltechnik. Fotografien dagegen stellte sie bisher kaum aus.

Und warum steht die Ausstellung nun unter dem Titel "50 x schwarz & weiß?" Nun, so war von Dorothea Elsel zu hören, betrachtet man die Hängung - so sind immer Fünferschritte zu sehen - vier Bilder in einem Rahmen symbolisieren vier Jahre, dann kommt das fünfte dazu.

Landrat Oswald Marr fand anerkennende Worte für die Arbeit von Karin Elsel. Er wies darauf hin, dass Kreiskulturreferentin Gisela Lang schon seit drei Jahren versucht habe, Karin Elsel für eine Ausstellung in Amt zu begeistern. Er freute sich umso mehr, dass es nun endlich geklappt hat.

Karin Elsel bedankte sich bei Arbeitskollegen, Kulturfreunden und Vertretern aus der Politik, für ihr Kommen. Ihr Dank galt Landrat Marr und Gisela Lang. Sie freue sich, dass sie ihre Werke in der Galerie ausstellen dürfe.