In der Marktgemeinderatssitzung am Montag im Rathaus einigte sich das Gremium darauf, die Wasser- und Kanalgebühren anzupassen. Im Zuge einer Kostendeckung bei den Wasser- und Kanalgebühren wurde ein Stufenplan vorgeschlagen. Zum 1. Juli dieses Jahres werden die Wasserverbrauchsgebühr um zehn Cent je Kubikmeter und die Kanalgebühr um 20 Cent je Kubikmeter erhöht. Ab 1. Juli 2020 gibt es eine weitere Erhöhung um zehn Cent bei Wasserverbrauchsgebühr und 20 Cent bei Kanalgebühr.

Bürgermeister Hans Pietz blickte dabei nochmals zurück. Im Zuge einer Kostendeckung bei den Wasser- und Kanalgebühren wurde bei der Anhebung der Verbrauchsgebühren im Jahr 2017 ein Stufenplan ausgearbeitet. Im Bereich der Wasserversorgung wurde für das Jahr 2016 eine Unterdeckung in Höhe von 66 261,32 Euro und für das Jahr 2017 ein Defizit von 31 416,96 Euro erzielt. Das Jahr 2018 schloss im Bereich der Wasserversorgung mit einem Fehlbetrag von 28 000 Euro ab.

In der Abwasserbeseitigung sind die Verluste noch größer. Zur Erreichung einer Kostendeckung müsse die Verbrauchsgebühr für Wasserversorgung um 0,16 Euro pro Kubikmeter angehoben werden, und für die Abwasserbeseitigung wäre eine Erhöhung um 0,47 Euro pro Kubikmeter erforderlich.

Kämmerer Heinrich Grebner schlug im Hinblick auf den im Jahr 2017 eingeschlagenen Weg den vorgenannten Stufenplan vor, der so einstimmig beschlossen wurde. Die Wasserabgabesatzung sieht demnach ab 1. Juli 2019 eine Gebühr von 1,40 Euro pro Kubikmeter entnommenen Wassers vor. Wird ein Bauwasserzähler oder ein sonstiger beweglicher Wasserzähler verwendet, beträgt die Gebühr zwei Euro pro Kubikmeter entnommenen Wassers.

Ab 1. Juli 2020 beträgt die Gebühr für Wasser 1,50 Euro pro Kubikmeter und für Bauwasserzähler oder sonstige bewegliche Wasserzähler 2,10 Euro pro Kubikmeter entnommenen Wassers. Die Entwässerungssatzung sieht eine Gebühr von 2,30 Euro pro Kubikmeter Abwasser ab 1. Juli 2019 vor und ab 1. Juli 2020 beträgt die Abwassergebühr 2,50 Euro pro Kubikmeter.

Weiße Flecken beim Mobilfunk

Eine längere Diskussion gab es über die Informationen von Stefan Heinlein über die Mobilfunk-Förderprogramme und über das Ergebnis des Markterkundungsverfahrens für die Gemeinde Pressig. Zwar sei die Mobilfunkversorgung für den Markt Pressig gut, aber es gibt noch Funklöcher. Vor allem wurden dabei Grössau (Martin Welscher, FW) und Welitsch (Didier Couderc FW) als unterversorgte weiße Flecken angesprochen, und diese müssen noch geschlossen werden, war die Meinung.

Förderprogramme fehlen

Couderc sprach in Welitsch von schlechtem Zustand. Heute sei aber Mobilfunk schon lebenswichtig, führte er an. Auch Bürgermeister Pietz schloss sich dem an, "wir haben noch unterversorgte Gebiete", aber es fehlten momentan die Förderprogramme. Christian Haderlein (CSU und Klaus Dressel (CSU) schlugen vor, den Fuß in der Tür zu halten, um dabei zu sein, sobald es Förderprogramme gibt. Michael Pütterich sah Handlungsbedarf mit Prioritäten in Grössau und Welitsch. Stefan Heinlein wird diese Priorisierung vormerken.

In einem nächsten Schritt werden geeignete Sendestandorte zur Lückenschließung definiert. Anzustreben sind Standorte die möglichst gute Versorgung erlauben, idealerweise allen Mobilfunkanbietern eine Verbesserung der Versorgung gestatten und verfügbare Infrastrukturen optimal einbeziehen.

Siegfried Jungkunz (CSU) sprach die Problematik des geplanten Windparks in Nähe Welitsch "Kunreuth" an. Er fand es schade, dass er als Marktgemeinderat nicht über Informationsveranstaltungen informiert, beziehungsweise eingeladen war.

Widerspruch gegen Windräder

Joachim Calles nahm dies zum Anlass, nochmals seinen Widerspruch gegen Windkraftanlagen darzulegen. Sie brächten bei weitem nicht die Effektivität, die erwartet wird, und mehr Nachteile in Immissions- und Umweltschutz für Tier und Mensch. Der Rathauschef verwies dabei auf den Beschluss des Marktgemeinderates gegen diese Windkraftanlage. Er habe in mehreren Gesprächen mit höheren Stellen die Meinung des Marktes Pressig gegen eine Windkraftanlage vertreten.

Verwaltungsfachwirt Stefan Heinlein wurde schließlich zum Standesbeamten bestellt. Das Ratsgremium stimmte in gleicher Sitzung auch der Ernennung Heinleins zum Leiter des Standesamtes mit Wirkung vom 1. August 2019 zu. Die Räte bestätigten zudem Klemens Wicklein, der kürzlich zum Ersten Kommandanten der Feuerwehr Eila gewählt wurde.