Kronach — Das Ergebnis: Kumuliert gibt es für die 530 Betroffenen vier Erhöhungen um je 1,5 Prozent beim tariflichen Lohn für die Beschäftigten, ein Plus für die Azubis und drei zusätzliche Sonderzahlungen. Das ist nicht weit von den Forderungen entfernt, die Verdi im Dezember formuliert hatte. Die Eckpunkte der Tarifeinigung sehen wie folgt aus: Die Beschäftigten erhalten eine lineare Tarifsteigerung um 1,5 Prozent zum 1. Oktober 2014. 2015 folgen Steigerungen von 1,5 Prozent zum 1. April und weitere 1,5 zum 1. Oktober. 2016 werden die Löhne zum 1. April nochmals um 1,5 Prozent erhöht. Die Ausbildungsvergütung für Azubis wird zum 1. Januar 2015 um 60 Euro und zum 1. Januar 2016 um weitere 60 Euro angehoben.

Zum Vergleich: Mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn - mindestens jedoch 150 Euro monatlich - und 150 Euro mehr Ausbildungsvergütung pro Monat für Azubis in der Krankenpflege hat Verdi die Verhandlungen im vergangenen Dezember aufgenommen. Forderung und Ergebnis liegen also nicht weit auseinander.

Zweite Runde ergebnisorientiert

In den neuen Vergütungstarifvertrag wird zusätzlich eine Jahressonderzahlung integriert: Für 2014 sind das 40 Prozent des Grundentgelts des Monats Oktober. Für 2015 sind es 65 Prozent, für 2016 ebenfalls.
Der Betriebsratsvorsitzende Manfred Burdich ist mit dem Ergebnis zufrieden. "Nachdem die erste Verhandlungsrunde im Dezember vergangenen Jahres sehr zäh lief, war die zweite erfreulich ergebnisorientiert", sagt er. Mit dem Ergebnis könne er gut leben. Auch von den Mitarbeitern der Frankenwaldklinik habe er gutes Feedback bekommen.

Erklärungsfrist bis 13. Februar

Bis jetzt sind die Anpassungen allerdings nur vorläufig: Das erzielte Ergebnis muss noch bis zum 13. Februar von den Verdi-Mitgliedern sowie dem Verdi-Bundesverband bestätigt werden. "Danach soll unverzüglich mit der Umsetzung der erzielten Vereinbarung begonnen werden, um die Zahlungen noch möglichst mit den Februar-Gehältern vorzunehmen", teilte Stephan Zeidler, Sprecher der Helios-Frankenwaldklinik, mit. Der Geschäftsführer Florian Aschbrenner sei sehr erfreut, dass eine Tarifeinigung bereits in der zweiten Gesprächsrunde ohne länger währende Verhandlungen oder Auseinandersetzungen erzielt werden konnte, so Stephan Zeidler weiter.