Trotz des regnerischen Wetters befindet sich die bergmännische Weihnacht weiter auf Erfolgskurs. Verbunden damit war eine außergewöhnliche Einsatzbereitschaft der Verantwortlichen. Bereits zum zwölften Mal organisierte der Förderverein Bergbaugeschichte Stockheim/Neuhaus unter der Leitung von Gerwin Eidloth und Ludwig Brauer vom Förderverein Bergbaugeschichte in Verbindung mit dem Knappenverein und der Bergmannskapelle dieses besondere Event. Der Garten des Gasthauses "Alte Zeche" bot dafür einen idealen Rahmen.

Zur Realisierung war erneut ein wochenlanger Großeinsatz der Initiatoren Eidloth und Brauer mit weiteren freiwilligen Helfern erforderlich. Die heilige Barbara wurde von der 15-jährigen Antonia Renk dargestellt. Bereits am Freitag erfolgte mit der Öffnung eines Adventsfensters der Auftakt zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung, die erneut viele Besucher anlockte. Die bergmännische Tradition stand dabei im Mittelpunkt. Begeistert waren die Gäste vor allem von dem stilvollen Ambiente.

So präsentierten sich Stände und Buden in der Grubenzimmerung der ehemaligen Bergwerksstollen mit Stempel und Kappen. Dies verlieh der Bergweihnacht eine besondere Atmosphäre. Neben den vielen Bastelarbeiten waren vor allem Köstlichkeiten gefragt. Und die Hobbykünstler hatten sich wieder mächtig ins Zeug gelegt. Kunstvoll hergestellte Unikate aus Holz, Ton und Metall wurden angeboten. Selbstgemachtes aus Omas Rezeptbuch fand ebenfalls reißenden Absatz. Ein "Renner" war heuer der Schaschliktopf.

Viel Lob für das Engagement

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Musikalisch eröffnete die Bläsergruppe der Bergmannskapelle unter der Stabführung von Thomas Neubauer im Beisein des Knappenvereins mit Vorsitzendem Heiko Eisenbeiß die "Bergweihnacht". Zur Freude der Besucher trat anschließend die heilige Barbara auf, die Schutzpatronin der Bergleute. Mit einem Gedicht zum Leidensweg der Märtyrerin wurde diesem Moment eine besondere Note verliehen.

Der Vorsitzende des Fördervereins Bergbaugeschichte, Gerwin Eidloth, würdigte vor allem die Unterstützung durch Ludwig Brauer und Harry Bernschneider, die Helferschar am Verpflegungsstand mit Monika Renk sowie die Fieranten. Eine weitere Anerkennung galt der Familie Anja und Bernd Förtsch, die den Platz zur Verfügung gestellt hatte.

Bürgermeister und Schirmherr Rainer Detsch würdigte die Initiative des Fördervereins. Insbesondere lobte er die ideenreiche Konzeption der Bergweihnacht. Sie stelle eine Bereicherung dar und sei ein wichtiger Baustein im dörflichen Gemeinschaftsleben. So sei die Bergweihnacht neben der Barbarafeier zu einem weiteren Markenzeichen Stockheims geworden. Diese vorweihnachtliche Veranstaltung habe sich zu einem bemerkenswerten Kleinod entwickelt, betonte das Gemeindeoberhaupt anerkennend.

Am Nachmittag starteten die Kinder mit einem Laternenzug vom Festplatz zum Bergwerksstollen des Knappenvereins, wo sie gebannt den Weihnachtsgeschichten von Gudrun Hergenröther lauschten. Nach Einbruch der Dunkelheit zog die große Kirchenparade mit Bergmannslampen und Fackeln, begleitet von der Bergmannskapelle, anlässlich der Barbarafeier von der Grube St. Katharina am Weihnachtsmarkt vorbei in das Gotteshaus St. Wolfgang. Einen attraktiven Kontrast bot insbesondere der nachgebaute Förderturm der ehemaligen Katharinazeche.