Die Arbeiten an der zukünftigen Hautarztpraxis im Wallenfelser Kurzentrum laufen derzeit auf Hochtouren. Davon überzeugten sich die Mitglieder des Bauausschusses der Flößerstadt bei ihrer jüngsten Sitzung.

Architekt Kersten Schöttner gab bei einer Ortsbesichtigung einen Überblick über die Planungen, die eng mit der zukünftigen Mieterin, Dr. Anca Pincotan, abgestimmt werden. Wie Schöttner erläuterte, wird es in der Praxis zwei Behandlungszimmer geben, von denen eines für kleinere Operationen ausgestattet sein wird. Vorgesehen sei auch ein Labor. Komplett erneuert werden zudem die Toilettenanlagen. Kopfzerbrechen bereitete den Planern und der Stadt Wallenfels die Beauftragung von geeigneten Unternehmen für die einzelnen Gewerke. "Aufgrund der guten Baukonjunktur ist der Markt wie leer gefegt", so Schöttner. Dennoch sei es gelungen, vorwiegend einheimische Firmen mit den Arbeiten zu beauftragen.

Laut Bürgermeister Jens Korn sollen die Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein. Als offizieller Start für die Hautarztpraxis ist zum 1. Januar 2018 vorgesehen. Er dankte vor allem der Soldatenkameradschaft Wallenfels für ihr Verständnis, da die Zwischenwand zu den Vereinsräumen kurzfristig ersetzt werden musste.

Abermals beschäftigten sich die Räte mit dem Friedhof in Wolfersgrün. Dort sollen drei Grabreihen jeweils mit einer neuen Stützmauer versehen werden. Zwei weiter unterhalb gelegene Reihen wurden bereits in den vergangenen Jahren erneuert. Bei einem Ortstermin im Juli hatte sich der Ausschuss von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugt. Um ausreichend Platz in den Reihen zu haben, müssten dann allerdings die Einfassungen der Gräber in der Reihe gekürzt werden.

Geschäftsleiter Frank Jakob legte dafür einen Kostenvoranschlag vor. Danach wurden die Steinmetzarbeiten insgesamt 10 000 Euro kosten. Der Bauausschuss beschloss, den betroffenen Grabrechtsinhabern eine Kostenteilung anzubieten.
Dringend sanierungsbedürftig ist ein Teilstück des Abwasserkanals am Beginn der Ailastraße in der Nähe der so genannten "Buchbinderskurve". Frank Jakob präsentierte dem Gremium die Bilder einer Kanalbefahrung. "Ärgerlich ist für uns, dass auf diesem Teilstück die Fahrbahnoberfläche erst vor einigen Jahren erneuert wurde", so Bürgermeister Korn. Da die Arbeiten allerdings nicht aufschiebbar sind, stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig der Teilsanierung zu. Die Arbeiten wird der städtische Bauhof ausführen.

Im Gewerbegebiet Wallenfels-West wollen die Räte den Brandschutz verbessern. Der Anstoß dazu kam vom Kommandanten der Wallenfelser Wehr, Hans Stumpf. In einem Schreiben machte er die Stadt darauf aufmerksam, dass derzeit nur ein Hydrant vorhanden sei. "Im Brandfall müssten wir lange Schlauchstrecken legen, was uns viel Zeit kostet", sagte Stumpf. Als Lösung schlug er die Installation eines Oberflurhydranten zwischen den Unternehmen BK-Paletten und Metallbau Köstner vor. Die Stadträte stimmten dem zu.

Systematisch wollen die Mitglieder des Bauausschusses den schlechten Zustand der Ortsstraßen im Stadtgebiet zu Leibe rücken. "Wir haben hier enormen Aufholbedarf", sagte Bürgermeister Jens Korn. Einig waren sich die Räte darin, dass nicht dort begonnen werden solle, wo die Anlieger am lautesten auf Probleme aufmerksam machen. Vielmehr soll es eine objektive Bestandsanalyse als Grundlage für das weitere Vorgehen geben. Der Bauausschuss beauftragte deshalb die Stadtverwaltung gemeinsam mit den beiden Infrastrukturreferenten des Stadtrates, Marco Fischer (FW) und Gerd Köhlmann (SPD), den Zustand der Straßen aufzunehmen. Ziel ist es, dem Stadtrat eine Prioritätenliste für die Sanierung der Straßen vorzulegen.