Der Zusammenhalt in der Nordhalbener Vereinslandschaft zeigte sich zur Auftaktveranstaltung des gemeinsam initiierten Ehrenamtsjahres, das gleichzeitig das Jubiläum zur Eröffnung der Nordwaldhalle vor 25 Jahren in den Mittelpunkt rückt.

Die kleine Halle des Mehrzweckbaus war trotz schlechten Wetters mit Vereinsvertretern und Gästen komplett besetzt. Darunter waren auch Neubürger und auswärtige Besucher, die sich über das große Angebot an Freizeitmöglichkeiten informieren konnten.

Als erster Gastgeber von insgesamt sieben Veranstaltungen stellte der ATSV Nordhalben sein aktuelles sportliches Programm vor und bot Ausschnitte aus seinen turnerischen Aktivitäten. Mit dem Spielmannszug unter Stabführung von Helmut Beetz umrahmte das musikalische Aushängeschild das gut dreistündige Programm.

Ehrenvorsitzender Rudolf Ruf moderierte zusammen mit der 14-jährigen Linda Wunder den Nachmittag und ging dabei auch mit einem bildlichen Rückblick auf die Geschichte der Nordwaldhalle ein. Ebenso gab er einen Überblick über das Angebot des größten Vereins im Ort.

Über die gemeinsamen Aktivitäten der rund 60 Nordhalbener und Heinersberger Organisationen, die sich unter seiner Leitung seit 2016 zweimal jährlich treffen und den Veranstaltungskalender aufstellen, informierte Norbert Neugebauer. Rund 120 Einzeltermine wurden für heuer abgestimmt und gelistet. Er stellte auch in Bild- und Textbeiträgen einen Großteil der Vereine und ihr Angebot sowie die für das Ehrenamtsjahr geplanten Termine vor.

17 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden

Die Problematik des demografischen Wandels ist dabei nur ein Anlass, die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu forcieren, was auch zunehmend vor allem bei Veranstaltungen genutzt wird. Die Verantwortlichen setzen dabei auf weitere Synergieeffekte, zumal viele Bürger in den verschiedensten Vereinen Mehrfachmitglieder sind. Etwa 600 Aktive sind darunter, die geschätzt jährlich 17 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden mit einem fiktiven Gegenwert von 350 000 Euro leisten, wie einem aufgelegten Flyer zu entnehmen war.

Bürgermeister Michael Pöhnlein informierte über ein Dorffest am 16. März 2019 für die Ehrenamtlichen im Ort, das die Marktgemeinde als "Dankeschön" in der Nordwaldhalle ausrichtet. Für die weitere energetische Sanierung des Gemeindebaus hat die Staatsregierung aktuell nochmals 700 000 Euro zugesagt hat. Trotzdem sei es kein Selbstläufer und es werde von Jahr zu Jahr schwerer, angesichts der finanziellen Belastungen die Halle weiter zu betreiben.

Den Vorführteil eröffnete die Mutter-Kind-Gruppe unter Leitung von Bernd Sorgenfrei mit einem kurzen Aufwärmprogramm auf der Bühne. Danach wurde der Vorhang zur großen Halle für die sportlichen Aktionen aufgezogen. Die lange turnerische Tradition führt Margarete Wunder-Blinzler seit Jahrzehnten mit ihren Trampolinspringerinnen im Wettkampfbetrieb fort, die ihre Leistungsübungen auf beachtlichem Niveau zeigten. Besonders die Synchronübungen auf zwei Trampolinen sorgten bei den Zuschauern für großes Staunen.

Turner am Barren

Aber auch im Standard-Geräteturnen tut sich wieder einiges beim ATSV. Ralph Stumpf und Kai Deckelmann haben die Turnriege wiederbelebt und demonstrierten mit ihren männlichen Schützlingen Barrenübungen. Die Mädchen führten ein ansprechendes Bodenprogramm vor. Alle Darbietungen belohnten die Anwesenden mit kräftigem Applaus.

Als zweite Wettkampfabteilung warb die Schützenabteilung mit einem Lasergewehr um Nachwuchs. Nach dem offiziellen Teil bestand die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Badminton, Basketball und auf dem Trampolin zu sammeln. Die Veranstaltungsreihe wird am 1. Juni mit einer Jugend-Sportolympiade fortgesetzt.