Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) informierte vor der Beschlussfassung, dass auf Grund der Tatsache, dass das Freibad der Gemeinde nicht mehr den Regeln der Technik entspreche, die Gemeinde Weißenbrunn, nach Aussage des Landratsamts Kronach, das Freibad ab der Schwimmbad saison 2013 nicht mehr öffnen dürfe.
Um den Bürgern diese Freizeitattraktion nicht zu nehmen, habe der jetzige Vorstand des Schwimmbadvereins signalisiert, das Freibad zu erwerben und zu betreiben. Er habe äußerst engagierte Bürger mobilisiert, die gemeinsam mit ihm, beim Zustandekommen einer Vereinslösung, tragende Positionen einnehmen würden. Das Vorgehen sei mit dem jetzigen Vorstand abgesprochen. Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass der Verein im Jahr 2013 als Eigentümer und Betreiber des Freibades auftreten werde.

Um den Wert zu ermitteln, wurde beim Landratsamt Kronach von einem Gutachterausschuss ein Wertgutachten in Auftrag gegeben. In diesem Gutachten wurde für das gemeindliche Freibad ein Wert von einem Euro ermittelt. Zu diesem Wert wird man nun dem Schwimmbadverein ein Angebot vorlegen. Wenn alle Voraussetzungen im Verein für einen Kauf gegeben sind, insbesondere auch Gemeinnützigkeit des Vereins in der Vereinssatzung, wird sich der Gemeinderat in einer nächsten Sitzung mit weiteren Konditionen zu befassen haben, insbesondere mit der Beteiligung an einem eventuellen Defizit.

Zuschüsse gewährt

Das Ratsgremium beschloss ferner Zuschüsse an gemeinnützige Organisationen. Der Diakoniestation Weißenbrunn wurden 958,38 Euro zugesprochen, das entspricht bei 1808 evangelischen Gemeindebürgern einen Zuschuss von 0,53 Euro pro Einwohner. Die Caritas-Sozialstation erhält auf gleicher Basis für 960 katholische Christen den Betrag von 508,80 Euro. Das BRK erhält 150 Euro und darf kostenlos das Mehrzweckhaus zu Blutspendeterminen nutzen. Der Volkshochschule werden die kostenlose Nutzung des Bürgerhauses Thonberg und Mehrzweckhauses Weißenbrunn sowie 150 Euro Pauschalzuschuss zugestanden.

Dank und Freude

Zum Jahresabschluss brachte der Bürgermeister seinen Dank und seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es im Ratsgremium gelungen sei, sich auf ein umweltfreundliches, nachhaltiges und zukunftsfähiges Handeln verständigt zu haben. Schon lange sei das Bierdorf Vorreiter als Energiedorf für erneuerbare Energien und habe einen weiteren Schwerpunkt mit der Ausschreibung für Ökostrom gesetzt. Vorbildlich sei auch der DSL-Ausbau gelungen. Mit der Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde sei man Vorreiter im Landkreis Kronach. Weiter seien wichtige Kanalisations- und Wasserversorgungsleitungen verlegt worden. Zukünftige Schwerpunkte seien die Straßensanierungen in Thonberg und der Erwerb des Bahngeländes in Hummendorf und Reuth.

Gestaltung des Ortskerns

Zukunftsaufgabe werde auch die Gestaltung des Ortskerns von Weißenbrunn sein und diesen unter Zuhilfenahme eines Architektenwettbewerbs mit Leben zu erfüllen, meinte der Bürgermeister.

Im Rückblick auf die haushaltslose Zeit 2012 nannte es der Bürgermeister ein schwieriges Jahr, in dem die Verwaltung mit mehr Bürokratie und Arbeitsanfall zu kämpfen hatte. Die Anforderungen würden immer mehr, aber der Personalbestand müsse gleich bleiben.

Die Fraktionsvorsitzenden Günther Oßwald (SPD), Heinz Schubert (CSU) und Herbert Spindler (FW) dankten den Bürgermeistern, der Verwaltung und dem Bauhof für eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit.