Das Sterben wird in der Marktgemeinde Küps teurer. Am Dienstagabend wurde in der Jahresabschlussssitzung des Gemeinderates die Erhöhung der Gebühren zur Friedhofs- und Bestattungssatzung beschlossen.

Wie Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) erläuterte, habe der Markt Küps mit der Neugestaltung seiner Friedhöfe der geänderten Bestattungs- und Erinnerungskultur Rechnung getragen. Es wurden Rasenurnengräber und Bereiche für naturnahe Bestattungen angelegt. In vier von sechs Friedhöfen wurden die Voraussetzungen für eine pflegearme Bestattung geschaffen. Im nächsten Jahr sollen nun die Friedhöfe in Burkersdorf und Theisenort in Angriff genommen werden.

Die Gebühr beträgt nun für das Nutzungsrecht pro Grab und Jahr für ein Wahlgrab und ein Urnenwahlgrab jeweils 15 Euro; für ein Rasenurnengrab und eine naturnahe Bestattungsstätte jeweils 25 Euro. Bei Bestattungen sind Grundgebühren für Dienstleistungen bei Überführungen in Höhe von 35 Euro zu entrichten. Für die Aufbewahrung einer Leiche fallen für drei Tage 100 Euro, für eine Grabherstellung 395 Euro und für eine Urnenbeisetzung 120 Euro an.

Feuerwehr Oberlangenstadt erhält ein LF 10

Beschlossen wurde auch, dass die Oberlangenstädter Feuerwehr ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 erhält. Mit 33 Jahren sei das bisherige Fahrzeug in die Jahre gekommen, so Rebhan. Die Kosten liegen bei rund 300 000 Euro. Die Beladung, so Rebhan, könne vom LF 8 übernommen und in Teilbereichen ergänzt werden. 10 000 Euro an Kosten kämen dafür hinzu. Vom Freistaat Bayern bekomme man einen Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro, hinzu komme ein 10-prozentiger Zuschuss wegen der Sammelbestellung mit der Gemeinde Edelsfeld. Der Eigenanteil von Küps betrage somit 230 000 Euro.

In diesem Zusammenhang beschloss das Gremium, Feuerwehrleuten, die für dieses Fahrzeug die Fahrerlaubnis der Klasse C benötigen, einen Zuschuss von pauschal 1500 Euro pro Führerschein zu gewähren.

Zuvor informierte der Bürgermeister über die Bürgerstiftung. Demnach beträgt der Stiftungsgrundstock 27 974 Euro, der Bestand an Spenden insgesamt 300 Euro.

Des Weiteren informierte er darüber, dass für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Hain 350 000 Euro, für die Dorferneuerung Burkersdorf 80 000 Euro und für Investitionen im Wasser- und Abwasserbereich 120 000 Euro an Darlehen bei der LfA Förderbank aufgenommen wurden.

Weiterhin berichtete er über die Versteigerung des Anwesens der ehemaligen Lackfabrik Wittmann im November 2019. Der Markt Küps hatte mit 13 000 Euro das höchste Angebot. Mit dem bisherigen Eigentümer müsse nun die weitere Vorgehensweise geklärt werden, so Rebhan. Er wies darauf hin, dass diese Anwesen bereits im Februar 2017 bei der Förderoffensive Nordostbayern angemeldet wurde. Zudem gab er bekannt, dass bei der Sanierung Traber Straße 9 in Au (Alte Schule) zu Praxisräumen ein Zuschuss in Höhe von 370 350 Euro bewilligt wurde, der Eigenanteil von Küps beschränke sich somit auf 45 469 Euro.

Abschließend ließ Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) das vergangene Jahr Revue passieren. Die neue Dekade bringe gewaltige Aufgaben, meinte er. In diesem Zusammenhang erwähnte er den Abriss des Mittelbaues und den Neubau der Grundschule, den Neubau eines Kindergartens mit Krippe in der Kerngemeinde. Weiterhin sprach er die Dorferneuerungen in Theisenort und Burkersdorf an. Als eine richtige Entscheidung bezeichnet er es, dass die Gemeinde die Nordostbayern-Initiative kräftig genutzt habe.13 Leerstände konnten somit dank der 90-prozentigen Förderung beseitigt werden.

CSU-Fraktionsvorsitzende Ursula Eberle-Berlips sprach von einem bewegten Jahr und großem Engagement der Bevölkerung. Ihr SPD-Kollege Ralf Pohl bezeichnete 2019 und das kommende Jahr als sehr arbeitsreich. 30 Jahre lang habe sie Abschlusssitzungen erlebt, so die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Helga Mück. Sie habe gute Zeiten erlebt. Mück verhehlte nicht, dass es auch Enttäuschungen gab. Bedauern äußerte sie, dass ihr Kollege Eugen Geuther aus gesundheitlichen Gründen in der Kommunalpolitik nicht aktiv sein kann. "Ich vermisse ihn sehr!" Ihr Dank galt dem Bürgermeister und der Verwaltung. "Wir Gemeinderäte werden bestens informiert!"

Unter "Sonstiges" sprach Ralf Pohl (SPD) den Bürgermeister auf seine Kandidatur als Marktgemeinderat an und das, obwohl in Küps keine Bürgermeisterwahlen anstehen. "Welches Amt wollen Sie dann ausführen?" Rebhan entgegnete: "Das sage ich, wenn es soweit ist!"