In Nordhalben haben die Bürger einen Genossenschaftsladen gegründet, nachdem der letzte Supermarkt im Ort geschlossen hat. In Wallenfels hat der letzte Tante-Emma-Laden geschlossen hat. In dem kleinen Steinwiesener Ortsteil Nurn hingegen ist die Einkaufswelt noch in Ordnung.

Nahversorgung ist ein Thema, das aus unserer Sicht angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger wird. Gerade in unserem Landkreis gilt es, sich auf die älter werdende Bevölkerung einzustellen und dazu gehört auch die Versorgung. Viele sind nicht mobil und können deshalb nicht in Supermärkte fahren, die außerhalb ihres Ortes liegen. Für sie braucht es Lösungen.

Erste Lösungsansätze


Einige Gemeinden haben schon erste Lösungsansätze - nicht nur Nordhalben. So gibt es in Teuschnitz dank des Projekts "In der Heimat wohnen" einen Lieferservice und eine Mitfahrzentrale und in Steinberg holt der Bus eines Supermarktes Senioren zum Einkaufen ab. Auf die demografische Entwicklung eingestellt hat sich auch die Seniorengemeinschaft, deren Philosophie es ist, einander zu helfen.

Es gibt bereits viele Ideen, andere wie die Theisenorter beispielsweise suchen noch nach Konzepten.
Deshalb wollen wir mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, über dieses Thema diskutieren. Wo besteht noch Verbesserungsbedarf in Sachen Nahversorgung? Welche Lösungen gibt es schon? Wie können sich die Bürger einbringen? Und: Welche Faktoren sichern die Nahversorgung vor Ort? "Nah versorgt?" - lautet der Titel unserer Diskussionsveranstaltung am 19. Juli um 19 Uhr im Schützenhaus in Pressig.

Mitfahrzentrale, Dorfladen und Nahversorgung


In der Podiumsrunde sitzen Cornelia Thron(Caritas), die über das Projekt "In der Heimat wohnen" und die damit verbundene Mitfahrzentrale sowie den Lieferservice in Teuschnitz spricht, Otmar Adler und Karl Roth von NohA, die von den Erfahrungen mit dem Dorfladen in Nordhalben berichten, Bianca Fischer-Kilian, die die Seniorengemeinschaft gegründet hat, ein Vertreter aus Mitwitz, der von dem Projekt "Ort schafft Mitte" erzählt, und Kerstin Schmidt-Müller aus Theisenort, die sich für ihren Ort Gedanken um die Nahversorgung macht und noch auf der Suche nach einem passenden Konzept ist.

Doch natürlich haben auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, Gelegenheit, zu Wort zu kommen und eifrig mit den Podiumsgästen zu diskutieren. Deshalb sind Sie herzlich eingeladen, mit uns am 19. Juli zu diskutieren und dabei auch auf die Herausforderungen, die Sie im ländlichen Raum bewältigen müssen, hin- oder auf gute Ideen hinzuweisen. Vorab können Sie schon einmal abstimmen, ob Sie sich in Ihrem Ort nah versorgt fühlen.