Nordostbayerninitiative: Sven Schuster stellte den aktuellen Stand bei der Nordostbayerninitiative vor. Für 2017 waren vier Projekte eingereicht worden. Nordhalben Village läuft hervorragend (wir berichteten), bei der Neuen Gasse 46 sieht man deutlich, welche Vorteile der Abriss hatte, Schlossbergstraße 24 und 26 werden weggerissen und für die Ausgestaltung danach haben sich bereits drei Interessenten gemeldet. Dies wird das erste Projekt sein, das verwaltungstechnisch abschließt. Die Roseninsel 30 verzögert sich wegen eines Erbfalls, wird aber auch in einigen Wochen erledigt sein. Für 2018 wurde angemeldet die Bahnhofstraße 2, die weggerissen wird, die Schlossbergstraße 9, dort soll saniert werden, der Antrag läuft, bei der Lobensteiner Str. 10 läuft die Machbarkeitsstudie des Saales Weißes Lamm. In Heinersberg wird die Hs-Nr. 33 abgerissen. Für das Haus Kronacher Str. 1 soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, jedoch reagiert die Besitzerin nicht auf die Anfragen der Gemeinde. Auch für 2019 steht einiges an. Die Lobensteiner Str. 6, Kronacher Str. 26 und Lobensteiner Str. 2 und 4 (Café Daum) stehen hier im Fokus. Die alte Schule in Heinersberg (Nr. 23) wurde leider bei der Förderung nicht anerkannt. Durch den Abriss und die Sanierung dieser Gebäude erfahren die anderen Häuser teilweise eine enorme Aufwertung.
Rudolf Ruf (CSU) meinte, dass man aufpassen müsse, denn je mehr man wegreißen würde, desto mehr müsse man aus der Fläche wieder was machen.
Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) versicherte, dass hier die Freiflächen das Ziel hätten, die bestehenden Häuser aufzuwerten. "Niemand will immer nur auf Ruinen schauen müssen", sagte Pöhnlein. Sven Schuster konnte sie beruhigen, die Freiflächen und ihre Gestaltung sind ebenfalls in der Förderung enthalten.
Friedhof Nordhalben: Bernd Daum (FW) gab im Namen des Arbeitskreises NohA Friedhof einen Sachstandsbericht und erklärte die weiteren Arbeiten. Die Wasserstelle soll um ca. 1,50 m verlegt werden, Granitpflaster für besseren Stand und besseres Gehen verlegt und die Müllbehälter vergrößert und mit Gabionen verblendet werden. Auch der Behälter für den Kompost soll als Container konzipiert werden, damit die Abfälle leichter abzutransportieren sind. Er soll ebenfalls hinter Gabionen verschwinden. Für den Hang rund um dieses neugeschaffene Areal wären Hecken als Sicht- und Windschutz eine Möglichkeit. "Der Friedhof gehört der Gemeinde, da müssen wir nachfragen, ob wir so weiterplanen können", sagte Daum.
Rudolf Ruf (CSU) forderte eine gute Befestigung für den Container, da er ja vom Lkw abgeholt werden müsse. Der Bauhof müsse auch dahinter sein, dass die Behälter geleert würden. Für Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) war der viele Plastikmüll ein Ärgernis. Die Abfallbehälter hierfür sind zu klein und man sollte sich wirklich umweltfreundlichere Alternativen überlegen. Ludwig Pötzinger (FW) dankte NohA für den Einsatz. Doch alles sei mit großen Ausgaben verbunden. Er dankte Elfriede Stumpf und Gerda Kürschner dafür, dass sie unermüdlich Spenden für den Friedhof sammeln, insgesamt bereits 15 600 Euro. Die Planung des Friedhofs wurde vom Marktgemeinderat so wie vorgestellt einstimmig genehmigt.
Der Bedarf für eine öffentliche Toilette im Friedhof ist gerade bei Beerdigungen mit auswärtigen Trauernden auf jeden Fall vorhanden. Für Rudolf Ruf (CSU) wäre hier eine Lösung dringend notwendig. Bernd Daum (FW) vom Arbeitskreis NohA Friedhof sagte, dass man hier schon länger etwas unternehmen müsste. In der Leichenhalle befindet sich zwar eine Toilette, die jedoch in einem erbärmlichen Zustand sei. Man könne sie sozusagen als kleine Lösung wieder herrichten, bis sich über die Städtebauförderung etwas anderes ergeben würde. Zwar sei die Grube ziemlich klein, aber müsste halt öfters ausgeleert werden. Für Albert Färber (FW) kam dies nicht in Frage. Es sollte doch was Gescheites für Besucher und Bürger geben. Horst Wolf gen. Schmidt (FW) sah dies genauso und meinte, dass auch ältere und behinderte Menschen einen Zugang zur Toilette haben sollten und dies in der alten Toilette nicht möglich sein.
Bürgermeister Michael Pöhnlein meinte, dass es eine Begehung des Bauausschusses geben werde und man sich dann über die städtebauliche Förderung um eine Lösung bemühe.
Informationen des Bürgermeisters: Aus dem Nordhalben-Fonds erhält der Gartenbauverein 1000 Euro für die Verschönerung des Ortes, außerdem werden die Kosten für den Einsatz "saubere Landschaft" übernommen. Nordhalben steht mit dem ehrenamtlichen Engagement der Bürger sehr gut da. Deshalb wird es im Herbst zum ersten Mal einen Ehrenamtsempfang geben. Hierzu wird rechtzeitig eingeladen
Haushaltskonsolidierung: Um auch weiterhin Stabilisierungshilfen des Freistaates erhalten zu können, muss das Haushaltskonsolidierungskonzept fortgeschrieben werden. So wird dokumentiert, wie sich die finanziellen Verhältnisse verbessern lassen. Bernd Daum (FW) dankte Bürgermeister Michael Pöhnlein für die Ausarbeitung der 16 Seiten umfassenden Dokumentation. Horst Wolf gen. Schmidt (FW) betonte, dass es der Arbeit des Gemeinderates und des Rechnungsprüfungs-Ausschusses zu verdanken sei, dass seit vier Jahren dem Trinkwasser und den Anlagen die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt wird, siehe Wassermeister, Hochbehälter usw. Dies sei ein echter Mutmacher für die Bürger und der Weg soll so weitergeführt werden, über alle Fraktionsgrenzen hinweg.
Jahresabschluss Wasserversorgung 2016: Der Jahresabschluss 2016 für die Wasserversorgung wurde mit einer Bilanzsumme von 672 704 Euro festgestellt und einstimmig beschlossen. Es war erfreulich, einen Jahresgewinn von 5955 Euro verzeichnen zu können.
Abwasserzweckverband Ölsnitz-Rodachtal: Um eine beschränkte Erlaubnis für die Kläranlage bis zum 31.12.2022 zu bekommen, sind einige Investitionen in die Anlage notwendig. Hier hat der Bayerische Prüfungsverband teilweise etwas andere Ansichten als das Wasserwirtschaftsamt, so dass hier noch Gespräche stattfinden werden. Einige Maßnahmen müssten in sechs, andere in zwölf Monaten erledigt werden.
Landschaftspflegeverband Landkreis Kronach: Für den Raum Nordhalben fallen für die Maßnahmen 2018 Kosten für den Markt Nordhalben in Höhe von 3735,18 Euro an. Hier ist auch die Baumpflege für vier große Bäume im Friedhof enthalten. Der Beschluss zur Liste und den Kosten erfolgte einstimmig. Schöffenliste: Für die Jahre 2019 bis 2023 wurden folgende Personen als Schöffen vorgeschlagen und einstimmig im Gremium beschlossen: Kathrin Deckelmann und Ralf Ellinger .