Grünes Licht gab der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend für eine "einfache Dorferneuerung" im Ortsteil Förtschendorf. Wie der Bauamtsleiter Andreas Schorn zuvor erklärte, dreht es sich dabei um den Bereich der alten Schule und des Feuerwehrhauses. Hinter der Schule soll ein zentraler Dorfplatz entstehen, um Feste abhalten zu können.

Kosten von 590 000 Euro

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Weiterhin soll der Schulhof zum Großteil begrünt werden. Um das Feuerwehrgerätehaus sollen Stellplätze entstehen, außerdem soll ein Mehrgenerationenplatz angelegt werden. Geplant ist zudem, den am Bach gelegenen Spielplatz aufzulösen und diesen in dem Dorfbereich mit anzulegen. Die Gesamtkosten der Maßnahme lieben bei 590 000 Euro, davon gibt es Förderungen in Höhe von 65 Prozent.

Reinhold Heinlein (CSU) meinte: Ich hoffe, dass die Maßnahme im nächsten Jahr realisieert wird."

Martin Welscher (FW) fragte, ob sich denn in Förtschendorf jemand bereit erklärt habe, die Anlagen zu pflegen. Bürgermeister Hans Pietz wies auf das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger hin und meinte, dass sich auch Förtschendorfer hier mit einbringen werden. Der Antrag an das Amt für Ländliche Entwicklung wird gestellt.

Einstimmig befürwortet wurde auch der Einsatz einer Sicherheitswacht im Gemeindegebiet. Reinhold Heinlein erklärte, dass es sich gezeigt habe, dass dort, wo eine Sicherheitswacht präsent ist, auch Ruhe ist. Die ehrenamtlichen Männer und Frauen stünden per Funk mit der Polizei in Verbindung. Bürgermeister Hans Pietz erklärte, dass die Sicherheitswacht nicht mit einer Hilfspolizei gleichzusetzen sei, sie tragen aber dazu bei, dass Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken.

Ordnung beim Plakatieren

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Einstimmig wurde weiter beschlossen, bei der Plakatierung ein "Kandelabersystem" einzuführen. Das, so erklärte der Leiter des Ordnungsamts, Stefan Heinlein, seien festinstallierte Wechselrahmen aus feuerverzinktem Metall. Angedacht seien rund 40 solche Laternen für das Gemeindegebiet. Dadurch werde eine Schwarzplakatierung wegfallen, die Gemeinde würde einen Arbeits- und Verwaltungsaufwand sparen. Zudem bekäme sie 1000 Euro pro Jahr. Reinhold Heinlein und Klaus Dressel (beide CSU) regten an, dass für örtliche Vereine und Gewerbetreibende keine Kosten für die Plakatierung anfallen sollen. Dies sollte im Vertrag mit der Werbeagentur Leitbild/Sonneberg festgehalten werden.

Kindergarten wird saniert

Weiterhin kam das Gremium überein, den bestehenden katholischen Kindergarten St. Franziskus in Rothenkirchen zu sanieren und zu erweitern. Künftig soll dann eine weitere Kindergartengruppe darin betreut werden können. Die Kosten wird die Gemeinde übernehmen. Die Kosten für die Auslagerung, die während der Sanierungs- und Bauphase fällig werden, übernehmen zu jeweils 50 Prozent der Markt und die Kirchenstiftung. Zudem sollen auch die Öffnungszeiten dem Bedarf angepasst werden. Sie nahmen somit das Angebot des erzbischöflichen Ordinariat an.

Ohne Gegenstimme wurde eine Erhöhung der Herstellungsbeiträge für die Entwässerungseinrichtung beschlossen. Demnach müssen die Bürger pro Quadratmeter Grundstücksfläche 1,37 Euro und Geschossfläche 11,66 Euro ab 1. Januar 2019 bezahlen. Bisher lagen diese bei 1,05 und 8,29 Euro. Die neuen Beitragssätze kommen bei den Altanschließern nur im Rahmen von Nachveranlagungen zur Anwendung. Auch wurde der Jahresabschluss die gemeindliche Wasserversorgung 2016 vorgelesen. Demnach beträgt der Bilanzverlust 43 587 Euro. Der Betrag wird aus dem Haushalt ausgeglichen.

Keine Einwände hatte das Gremium auch bezüglich der Anschaffung von neuen Schreibtischanlagen und Aktenschränken für die Verwaltung. Die Kosten liegen hier bei rund 25 000 Euro.