Schon in der September-Sitzung des Marktgemeinderates Mitwitz hatte Dipl.-Ing. Karl Köhler vom Planungsbüro C 23, Leipzig, dem Gremium die Neugestaltung des südwestlichen Ortseingangs der Fischer-Brache und des Festplatzes in der Schlossallee vorgestellt. Am Dienstagabend präsentierte er den überarbeiteten Vorentwurf, der in drei Bereiche - Fischerbrache mit Parkbalkon, Berggarten mit Berghaus und Festplatz mit Schlossallee - untergliedert ist.

Wie er dem Marktgemeinderat mitteilte, wurde von der Regierung von Oberfranken vorgeschlagen, den Festplatz weniger zu versiegeln. Deshalb ist jetzt geplant, ihn teilweise mit Großsteinpflaster mit Splitfugen sowie mit Schotterrasen neu zu gestalten. Bei der ausgiebigen Diskussion im Marktgemeinderat kam man auch überein, die abgebrochene Fußgängerbrücke über die Föritz hinter dem Jugendübernachtungshaus zum Festplatz nicht mehr neu zu bauen. Dadurch könne man Kosten von rund 60 000 Euro einsparen.

Angeregt wurde, bei der zweiten Brücke vor dem Jugendübernachtungshaus vom Bubsgäßchen aus einen kleinen Fußweg entlang der Föritz zur Von-Würtzburg-Straße zu bauen. Nicht wieder errichtet werden soll die Umzäunung des Ehrenmales in der Schlossallee.

Von Marktgemeinderat Ralf Holzheimer kam die Anregung, die geplante Behelfsbrücke für die Zufahrt zur Aumühle so zu bauen, das sie nicht nach Abschluss der Arbeiten beseitigt werden muss, sondern stehen bleiben kann. Nicht anfreunden konnte sich die Mehrheit des Marktgemeinderates und hier besonders Erster Bürgermeister Hans-Peter Laschka mit der Idee, auf der Parkfläche der ehemaligen Fischerbrache Stellplätze für Wohnmobile auszuweisen, da man hierfür weder einen Betreiber noch die notwendige Infrastruktur habe. Gegen ein kurzfristiges Parken sei nichts einzuwenden. Tabu werde dieser Platz aber für Lkw sein.

Das Planungsbüro C 23 wurde vom Marktgemeinderat einstimmig beauftragt, nun den Vorentwurfsplan zu erstellen und stellte den Antrag auf Förderung. Notwendig sei vor Beginn des ersten Bauabschnittes auch noch eine Vereinbarung mit der Familie Cramer-Klett als Eigentümer der Schlossallee und des Festplatzes.

Kommunale Verkehrsüberwachung wird getestet

Bürgermeister Laschka informierte den Marktgemeinderat über die Anzeige von Anliegern im Bereich der Montessorischule über das Parken auf Gehwegen und vor Hauseinfahrten. Hierbei wurden von der Polizei 40 Strafzettel ausgestellt. In diesem Zusammenhang stimmte der Marktgemeinderat einstimmig einer Kommunalen Verkehrsüberwachung durch ein Privatunternehmen zu. Dies soll vorerst als Testphase für ein Jahr an zehn Stunden im Monat erfolgen. Die Kosten dafür würden rund 500 Euro im Monat betragen.

Aus dem Gemeinderat

Baumfällung In seinen Informationen gab der Bürgermeister bekannt, dass im Bereich des Gebrüder Dötschel-Brunnens drei Lindenbäume gefällt werden müssen. Eine Ersatzbepflanzung sei vorgesehen.

Wirtschaft Bürgermeister Laschka wies auf das Unternehmerfrühstück am 16. Januar ab 8 Uhr in der Kutscherstube des Wasserschlosses Mitwitz hin.

Wasserversorgung Mit Freude teilte Laschka dem Gremium mit, dass die Gemeinde von Günter Wollny eine Grundstücksfläche für den Bau eines neuen Pumphauses für die Wasserversorgung im Gemeindeteil Kaltenbrunn erhält. Von hier aus könne auch der Bau der Leitung nach Burgstall erfolgen.

Bebauungsplan Zur öffentlichen Einsicht liegt im Rathaus der Bebauungsplan für das Baugebiet "Herrschaftsstücke II" aus.

Bauanträge Keine Einwände gab es gegen den Bauantrag von Inge Eichhorn, Neundorfer Straße, für die Errichtung einer Umwehrung für eine bestehende Terrasse sowie den Bauantrag von Franz Blaufuß für die Sanierung des bestehenden Wohn-und Geschäftshauses in der Freiherr-von-Würtzburg-Straße (ehemaliges Anwesen Rölz).