Seine Sicht auf das Funktionieren des Winterdienstes zeigte Bauhofleiter Jochen Lipfert in der letzten Marktgemeinderatssitzung des Jahres auf. Das Fazit: "Der erste Schnee war da, die ersten Erfahrungen sind es auch. Ich muss deutlich sagen, uns fehlt der zweite Pflug."

Mit dem Übertragen der Räumung in Lange nau, Sattelgrund und Schauberg an einen externen Anbieter sei die Gemeinde gut beraten. "Das klappt hervorragend mit der Firma Schorn. Ich habe keine Beschwerden gehört. Ihre Mitarbeiter arbeiten gewissenhaft und zuverlässig, so dass wir da wirklich zufrieden sein dürfen", ergänzte der Bauhofchef nach seinem Hinweis auf die enge personelle Lage im Bauhof.

Von Seiten der Räte kam der Hinweis, die Möglichkeit einer entsprechenden ABM-Maßnahme zu prüfen. Vielleicht könne man vom Arbeitsamt ein bis zwei Kräfte bekommen, regten verschiedene Gremiumsmitglieder eine Nachfrage an. "Dazu muss ich anmerken, dass mir im Arbeitsamt gesagt wurde, der Markt Tettau habe nur wegen einer Person angefragt, obwohl zwei möglich wären", hakte Willi Güntsch (SPD) nach. Dieser Punkt wurde zur Klärung im Protokoll vermerkt.


Entscheidung nach Bedarf


Letztendlich einigten sich die Anwesenden auf folgenden Vorschlag: Der Bauhofleiter entscheidet nach Bedarf, ob weitere Gebiete, wie zum Beispiel Alexanderhütte und ein Teil der Siedlungsstraßen, zeitweise an die Firma Schorn abgetreten werden.

Die notwendige Umsetzung einer Straßenlaterne in Lange nau beschäftige den Gemeinderat ebenfalls. Da die Lampe auf privatem Grund steht und ein Bauvorhaben eine Umsetzung notwendig macht, muss man dafür sorgen, dass die Versetzung zu Lasten der Gemeindekasse erfolgt. Hubert Steiner (SPD) merkte an, dass es einen ähnlichen Fall auch in Schauberg gebe. "Ich meine aber, dass es dort hieß, der Betroffene müsse selbst für die Kosten aufkommen", appellierte er für eine Gleichbehandlung.

Das sah auch Zweiter Bürgermeister Dietmar Schmidt (SPD) so. "Das sind unsere Lampen, also müssen wir uns auch kümmern, wenn die Bürger schon ihren Privatgrund zur Verfügung stellen." Zudem gaben die Ratsmitglieder auch ihr Ja für eine geplante Erweiterung beziehungsweise Umgestaltung eines Imbiss-Standes am Ortseingang - allerdings mit der Vorgabe diverser Richtlinien.


Weitere Ausgaben


Zusätzliche Ausgaben fallen für die bei drei Gegenstimmen beschlossene Anschaffung eines neuen Gebläses (14 000 Euro) für die Kläranlage Sattelgrund an. Willi Güntsch begründete sein Nein mit dem Hinweis darauf, dass man das Problem ja eventuell auch mit einem neuen Elektromotor beheben könnte, was die Kosten auf gut 2000 Euro begrenzen würde. Für ein komplett neues Gebläse spreche allerdings die bisherige Laufzeit des alten von gut 18 Jahren. "Wir wissen nicht, wie lange es nach einer Reparatur noch durchhält", mahnte Dietmar Schmidt an. Dem schloss sich Helmut Eschrich an. "Nach 18 Jahren Laufzeit bleibt da immer ein Restrisiko, würde ich meinen. Deshalb plädiere ich auch für einen Komplettaustausch."