"Es war ein Auf und Ab. Es gab Phasen, da hatte ich das Projekt ,Burghotel Lauenstein" schon aufgegeben‘, so der Unternehmer Bernd Holzmann. "Aber jetzt kann es losgehen", so der Investor. Mit "Losgehen" meint Holzmann Bestandsaufnahme, Planungen, die Ausschreibungen für einen Architektenwettbewerb, das Erarbeiten von Feinheiten und Details zu seinem bisherigen Konzept.

Wie Bernd Holzmann weiter ausführte, stehen einige Herausforderungen an. So müssen zum Beispiels bei der Planung wegen der Wiederbelebung des Burghotels zwei Linien beachtet werden. Zum einen geht es um das bestehende Burghotel, das zu einem Vier-Sterne-Hotel mit sehr guten Standards umgebaut werden soll. Dort soll eine typisch fränkische Küche angeboten werden. Bei der anderen Linie handelt es sich um den Neubau. Darin sollen 17 Suiten im Fünf-Sterne-Bereich und ein Wellnessbereich unter dem Dach geschaffen werden. Weiterhin ist in diesem Gebäude ein Gourmetrestaurant geplant. Integriert werden soll zudem eine Destillerie. In einer Tiefgarage sollen Parkmöglichkeiten für rund 25 Pkw entstehen. Geplant sind des Weiteren zwei Konferenzräume.

2014 fällt der Startschuss

Wie Bernd Holzmann auf Anfrage mitteilte, wurde in dem Erbbaurechtvertrag ein Konsens gefunden. Die rechtliche Situation wurde geklärt. Unter anderem wurde festgelegt, dass der Freistaat das Gebäude behalten wird. Auch konnte bezüglich des Baudenkmalschutzes eine Einigung erzielt werden. Beim Architektenwettbewerb sollen nun Leute mit einbezogen werden, die bereits Erfahrungen mit derartigen Projekten vorweisen können. Zwischen fünf und sechs Millionen Euro will er nun investieren.

Bernd Holzmann spricht von konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Wochen. Er hofft nun, dass die Vereinbarungen auch greifen werden. In diesem Zusammenhang nennt er unter anderem den Denkmalschutz und Fördermöglichkeiten. Bis Ende Dezember 2013 hat er dann Zeit, die endgültige Entscheidung zu treffen beziehungsweise die entsprechenden Vorbereitungen für die Wiederbelebung des Burghotels in die Wege zu leiten und durchzuführen. Startschuss der Maßnahme könnte 2014 sein.

Durchbruch ist geschafft

"Der Durchbruch ist geschafft", freute sich der Ludwigsstädter Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD). Für ihn war es eine gute Nachricht. Seit 2008 ist das Burghotel für ihn ein Herzensanliegen. Er freue sich, dass nach vielen Bemühungen nun zum Jahresende eine vertragliche Basis zwischen Bernd Holzmann und dem Freistaat zu Stande gekommen sei. Er verbinde seine Freude aber auch mit der Hoffnung, dass die anstehenden Themen - ähnlich wie in den vergangenen Wochen - zum Ziel führen werden.

Danke sagt er dem Investor, der bereit ist, in Lauenstein zu investieren und das Burghotel weiter entwickeln will, Danke sagte er aber zudem auch Staatssekretär Franz-Josef Pschierer (CSU), der sich mit diesem Thema intensiv befasst habe. Sein Dank richtet sich aber auch an alle Beteiligten, die sich für eine Wiederbelebung des Burghotels eingesetzt haben.