Ausführlich erläuterte der Architekt der "Freiraumpioniere" seine teilweise veränderte Entwurfsplanung zur Neugestaltung des Marktplatzes und des Schlossgartens, inklusive Randbereiche. Insbesondere die Freiflächen werden neu gestaltet. Der Marktplatz wird mit barrierefreien Wegen und einem Wasserspiel versehen und mit dem Schlossgarten und "In der Heimat wohnen" verbunden.

Neu ist, dass der Marktplatzbereich mit Nebenanlagen komplett mit dem neuen Flechtmuster-Material gepflastert werden soll. Bislang waren Laufstreifen angedacht. Das bodengleiche Wasserspiel umfasst zehn separat steuerbare Düsen mit einer Wasserstrahl-Höhe von maximal 1,20 Metern. Das Wasser kommt aus einer im Schlossgarten platzierten Zisterne. Es handelt sich um ein Umlaufsystem mit Rückspeisung. "Ein Großteil des Wassers, 85 Prozent, läuft zurück ins Wasserbecken, wird dort aufbereitet und wieder eingeleitet", sagte der Planer. Am Rathaus wird eine Infotafel hinter einer Glas-Schutzscheibe für amtliche Bekanntmachungen errichtet, zwei weitere für Vereine an der Sparkasse bei der Bushaltestelle. Die Bushaltestelle behält ihren Platz, bekommt aber ein neues Dach. Die Möblierung des zweiten Bauabschnitts lehnt sich an den ersten an, wird aber hochwertiger. Aufgestellt werden Bänke mit und ohne Armlehnen sowie Natursteinsitzmöbel mit integrierter Holzauflage. Die Beleuchtung an den Häusern bleibt erhalten; lediglich die Lichtmittel werden durch LED ersetzt. Angedacht ist eine dezente Anstrahlung des Kirchturms sowie einzelner Elemente wie des Nepomuks.

Tempo 30 in der Ortsmitte?

Im großen Umfeld des Marktplatzes werden 55 Parkplätze ausgewiesen; bislang waren es 51. Es handelt sich um durch dunklere Pflastersteine erkennbare Kurzzeit-Parkplätze. "Wir haben mehr Stellplätze als Geschäfte", stellte Hamberger fest.

Für eine eventuelle E-Ladestation werden Fördermöglichkeiten abgeklärt. Wünschenswert ist die Einführung von Tempo 30 in der Ortsmitte. Im Kirchenumfeld erhält die Infotafel einen separaten Platz. Für einen barrierefreien Zugang wird die Rampenanlage an die bestehende Treppe angebaut.

Ein verändertes Stadtbild ergab sich bereits durch das Entfernen der großen Linden-Baumreihe entlang der Hauptstraße mit nunmehr freier Sicht zum Schlossgarten. Stattdessen werden im Herbst kleiner wachsende Bäume angepflanzt.

Die Ausschreibung läuft bis 3. Mai, anschließend ist Submission. Man hofft auf einen Baubeginn im Juni mit drei Bauphasen.

Die Bauphasen

Vorgesehen sind in der Bauphase 1 (Juni bis Juli) die Baustelleneinrichtung, der Pflasterausbau, die Schaffung der Parkplätze in der Kirchgasse und der Leitungstiefbau sowie in der Phase 2 (Juli bis August) der Leitungstiefbau und die Oberflächen-Herstellung der Westseite des Markplatzes. Die Bauphase 3 (August bis November) beinhaltet den Leitungstiefbau, die Oberflächen-Herstellung des Marktplatzes auf der Ostseite, den Schlossgarten, den Kirchenvorplatz und das Gefallenendenkmal, die Beleuchtung und die Baumbepflanzung. Die Bauphase 4 (April bis Juni 2020) umfasst den Durchgang zum Friedhof und den Seiteneingang zur Kirche, die Ausstattungsgegenstände, Flächenpflanzungen und Restarbeiten. Im Juni 2020 sollen die Bauarbeiten fertig sein.

"Dann hätten wir die Maßnahmen innerhalb von vier Jahren nach dem Wettbewerb im Jahr 2016 umgesetzt. Das wäre eine sehr sportliche Leistung", verdeutlichte Hamberger.

Abgeschlossen ist bereits der erste Bauabschnitt. Die Eröffnung des Spielplatzes wird am 12. Mai gefeiert. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz hat ihr Kommen angekündigt.

Der Stadtratssitzung voraus ging eine Begehung mit den Anliegern. Daran und an der Sitzung nahm auch Sven Schuster teil, der ab 1. August in Diensten der VG Teuschnitz stehen und nach neunmonatiger Einarbeitungsphase in die Fußstapfen von Geschäftsstellenleiter Thomas Weber treten wird.

Plus beim Altstadtfest 2018

Die Bürgermeisterin informierte über die Abrechnung des Altstadtfestes 2018 mit Einnahmen von 11 200 Euro, Ausgaben von 9100 Euro und damit einem Plus von circa 2100 Euro. Die Rücklagen betragen 28 000 Euro. Das Geld sei für sinnvolle Anschaffungen der Vereine angedacht. Heuer entfalle das Altstadtfest aufgrund der Baustelle.

Im Teuschnitzer Stadtrat kurz notiert

Etat Die Genehmigung des Haushalts mit Kreditaufnahme von 1,6 Millionen Euro liegt vor. Zuschüsse Eine große Freude war die Übergabe des Förderbescheids durch Staatsminister Hans Reichhart für das Projekt "Schwarzes Kreuz/Arnika-Arkade" über 4,77 Millionen Euro. Hinzu kommen 388 000 Euro von der Oberfrankenstiftung. Im ersten Bauabschnitt werden 5,7 Millionen Euro umgesetzt. Damit trägt die Stadt lediglich zehn Prozent Eigenleistung. Flurbereinigung Die Teilnehmergemeinschaft wurde aufgelöst. Aufgrund der Fördermittel verbleibt wohl ein Überschuss. Feuerwehren Es fand die Besprechung mit den Kommandanten statt. Bei den Außenputzarbeiten für ihr FFW-Haus wird sich die FFW Teuschnitz mit einbringen. Schutzanzüge sollen angeschafft werden. Straßenbau Abgeschlossen wird die Asphaltierung der Reichenbacher Straße, so dass diese wieder befahrbar ist. Eingetroffen ist der Bewilligungsbescheid für den ersten Bauabschnitt Gartenstraße/Weidenstraße. Bekanntgaben Zu den Beschlüssen der letzten nichtöffentlichen Sitzung zählten die Genehmigung eines Grundstücktausches, eines Kaufvertrags sowie Grundstücksankäufe im Bärwurz-Wiesen-Programm. Bewilligt wurde die Überlassung des Teuschnitzer Friedhofs an die katholische Kirchenstiftung.