Exakt 116.368,75 Euro kosten die Rohbauarbeiten am Bauhof. Der beschließende Bau- und Umweltausschuss des Marktes Pressig vergab am Montagabend den Auftrag an die Firma Eichhorn aus Ludwigsstadt, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.

Wie Kämmerer Heinrich Grebner mitteilte, liege man damit unter der Kostenschätzung, die bei rund 120.000 Euro lag. In mehreren Bauabschnitten soll der Bauhof in den nächsten Jahren modernisiert werden. Dazu werden bestehende Gebäude abgerissen und durch Neubauten ersetzt, insgesamt rechnet man mit einer Investitionssumme von rund 1,2 Millionen Euro.


Straßen werden saniert


Ferner vergab das Gremium die Aufträge für die Sanierung von Ortsstraßen sowie für die Brückenhauptprüfungen. Mit der Asphaltausbesserung in Posseck, Marienroth und Förtschendorf wurde die Firma STW aus Remptendorf beauftragt. Kosten: 65.440 Euro.

Martin Welscher (FW) wies darauf hin, dass in Größau die Ortsverbindungsstraße nach Posseck marode ist. "Die ist kaputt, und im Haushalt ist kein Ansatz enthalten", sagte er. Die Arbeiten der Deutschen Telekom nannte er "mehr als traurig". Es werde zwar ständig etwas gearbeitet, aber nicht werde besser, ärgerte sich Welscher.

Der Leiter für Bauwesen, Andreas Schorn, informierte, dass für die Brückenhauptprüfungen, die im sechsjährigen Turnus vorgeschrieben sind, vier Angebote vorliegen. Die wirtschaftlich günstigste Offerte kam von der Landesgewerbeanstalt Bayern in Nürnberg. Sie bekam den Zuschlag zum Preis von 13.120,94 Euro. Darunter fallen die Bauwerks- und Brückenhauptprüfungen für 24 Brücken und elf Stege im Gemeindebereich sowie der damit verbundenen Stützmauern.


Diskussion um Leasingvertrag


Nochmals zur Abstimmung muss ein Leasingvertrag für ein Fahrzeug des Wasserwarts. Reinhold Heinlein (CSU) hatte moniert, dass nur ein Angebot vorliege, das sei zu wenig. Bürgermeister Hans Pietz (FW) erklärt dazu, dass man eine ortsansässige Firma beauftragen wolle. Doch wenn es gewünscht werde, hole man selbstverständlich weitere Angebote ein, was auch mehrheitlich im Gremium gewünscht wurde.

Ebenfalls zurückgestellt wurde die Erneuerung der Beleuchtung der Gartenstraße. Die Verwaltung plädierte für sechs LED-Leuchten für insgesamt 10.544,29 Euro. Reinhold Heinlein waren dies zu viele im Vergleich zu anderen Straßenzügen, das verstehe er nicht.


Spezielle Lichtstreuung


Auch Werner Löffler (CSU) meinte, dass Anwohner anderer Straßenzüge nicht benachteiligt werden dürften. Andreas Schorn erklärte, dass die Firma Bayernwerk wegen der speziellen Lichtstreuung geringere Abstände zwischen den Leuchten vorschlage. Bürgermeister Pietz will dies nochmals prüfen lassen, daher wurde die Beschlussfassung zurückgestellt.

Reststücke der Grenzlandstraße, der Kaiser-Heinrich- Straße sowie des Martin-Luther-Ring wurden zu Ortsstraßen gewidmet. Eigentümer und Träger der Straßenbaulast ist der Markt Pressig.
Geschäftsleiter Edmund Lang informierte, dass für die Gemeinde nach den Unfallverhütungsvorschriften die Verpflichtung bestehe, ihre elektrischen Anlagen und ortsfesten Betriebsmittel in zeitlichen Abständen von vier Jahren durch eine Elektrofachkraft auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüfen zu lassen. Der Auftrag erging an die Firma Elektrotechnik Schmidt aus Neuses zum Preis von 9100 Euro.


Bauanträge bewilligt


Folgende Bauanträge wurden von der Verwaltung an das Landratsamt weitergeleitet: Schwarz GmbH, Konstanz (Errichtung von zwei Plakatwerbetafeln an der Bundesstraße 85 oberhalb des Autohauses Vetter); Bayerische Staatsforsten, Rothenkirchen (Neubau einer Ausbildungswerkstatt); Bernd Vetter, Pressig (Neubau einer Dreifachgarage).

Kämmerer Grebner informierte noch darüber, dass sich der Bauhof mehr Platz und einen größeren Innenhof wünsche, was mit einer Investition von 25.000 Euro ermöglicht werden könnte. Dies lehnte das Gremium ab. Vielmehr wolle man den gesamten Baukörper beim Neubau nach Westen verschieben. Dadurch entstehen keine Mehrkosten und die gewonnene Fläche soll im Bereich Salzsilos genutzt werden.