Mit einem gelungenen und abwechslungsreichen Programm verwöhnte die Bergmannskapelle Stockheim beim traditionellen Weihnachtskonzert erneut ihre "treuen Fans". Schließlich fand dieses kulturelle Highlight bereits zum 44. Male statt. Und dies ist ein stolzer Rekord auf Landkreisebene, der eindeutig auf Kontinuität hinweist, so die Meinung von Kreisvorsitzendem Wolfgang Müller, seinem Stellvertreter Alexander Klug, Kreisdirigentem Roman Steiger und Bürgermeister Rainer Detsch. Die "Knappen" überzeugten erneut mit höchster Qualität und spannten einen zauberhaften musikalischen Bogen von Märschen bis hin zur Filmmusik. Das Motto lautete "Vom Broadway bis zum Ende der Welt."
Das Publikum weiß die Klasse dieser Kapelle zu schätzen. Die Schulturnhalle war daher mit 400 Gästen aus nah und fern hervorragend gefüllt. Zudem konnten die Besucher offensichtlich gar nicht genug bekommen von der Spezialität der Bergmannskapelle, nämlich hochwertiger konzertanter Blasmusik. Erst nach drei Zugaben ließen die Zuhörer die Musiker und ihren Dirigenten von der Bühne der festlich geschmückten Schulturnhalle. Auch heuer hatte es der Klangkörper unter der umsichtigen Leitung von Dirigent Michael Botlik verstanden, die hohen Erwartungen zu erfüllen und den zahlreichen Gästen neue musikalische Dimensionen zu erschließen. Und keiner musste den Besuch bereuen.
Gut ein Vierteljahr harte Probenarbeit steckte in dem Programm des Weihnachtskonzerts, das der 47-köpfige Klangkörper seinem treuen Publikum präsentierte. Man hatte dabei keine Mühen gescheut und sich auch an relativ schwierige Stücke gewagt. Einen erstmaligen Auftritt beim Weihnachtskonzert wagte Annika Fischer-Weiß mit ihrer Klarinette. Mit Bravour bewältigten die Musiker unter der sicheren Stabführung von Michael Botlik die an sie gestellten Aufgaben, so dass das eineinhalbstündige Programm - wie immer in bewährt charmanter Art von Sandra Lauterbach-Renk vorgestellt - zu einem musikalischen Hochgenuss wurde. Schließlich gab es dann noch einen Sonderbeifall für die 42-jährige "Sandra", denn seit 25 Jahren führt sie sachkundig durch das Programm. Insbesondere überzeugten auch die Solisten mit feinen Leistungen.
Vielversprechend begann der Abend mit dem beliebten Weihnachtsliederzyklus "Die Winterrose" von Kurt Gäble. Diese hervorragend abgestimmte musikalische Interpretation für die weihnachtliche Zeit erfreute ganz besonders. Vor allem wird damit das Wunder der Heiligen Nacht symbolisch beschrieben. Einen starken Kontrast dazu boten Auszüge aus dem berühmten Musical "The Phantom of the Opera" von Andrew Lloyd Webber. Damit bahnte sich bereits zum Auftakt ein phänomenaler Höhepunkt an. Lieblich erklang anschließend das Konzertwerk "Schloss Orth" von Fritz Neuböck. Mit der "Heublumenpolka" wurde Volkstümliches aus Österreich geboten.
Nach der Pause startete der Klangkörper furios mit "At World´s End", eine symphonische Suite aus dem Film Pirates of the Caribean" im Arrangement von Erik Rozendom. Es folgte "Beauty and the Beast", besser bekannt als "Die Schöne und das Biest" aus dem Disney-Musical. Mit "Just a Closer Walk with thee" ertönte ein berühmtes Gospel-Spiritual aus New Orlans. Titelmelodien aus bekannten James Bond-Filmen erinnerten an großartige Filmbeiträge mit Welterfolgen.
Der Maxglaner Zigeunermarsch "Reloaded" im Arrangement von Christof Zellhofer führte wieder zurück in eine beschauliche Welt ohne Schurken.Mit den Zugaben "Glückauf-Marsch", der Stockheimer Nationalhymne, sowie der böhmischen Polka "Daheim in Böhmen" von Freek Mestrini endete wieder ein großartiger Abend, der restlos begeisterte.
Mit minutenlangen Ovationen dankte das Publikum der Bergmannskapelle. Bürgermeister Rainer Detsch oblag es, den Musikanten mit Dirigentem Botlik und Vorsitzenden Thomas Neubauer für die großartige Leistung zu danken, die weit über die Grenzen der Gemeinde Stockheim hinaus strahle. Schließlich habe der Klangkörper auch nach 44 Weihnachtskonzerten keine Ermüdungserscheinungen gezeigt. "Ihr habt uns ein großartiges Weihnachtsgeschenk präsentiert", so das Gemeindeoberhaupt anerkennend.