Der Katholische Kindergarten Gundelsdorf wird generalsaniert. Bei einer Besichtigung der Baustelle erörterten Diplom-Ingenieurin (FH) Dorothea Dietrich vom 3 D Architekten-Ingenieurbüro Kronach und Georg Kreul von der Stadt Kronach als Bauherr und Gebäudebesitzer, was saniert wird und warum.

Zunächst war man im Jahr 2014 von der Einrichtung einer zusätzlichen Krippengruppe im Kindergarten Gundelsdorf ausgegangen. Im Juli 2015 beschloss der Stadtrat Kronach die Durchführung einer Generalsanierung. Der Kindergartenträger, die Katholische Kirchenstiftung Mariä Geburt Glosberg, fasste im Juli 2016 den Beschluss, dass im Kindergarten Gundelsdorf keine weitere Krippengruppe eingerichtet werden soll, sondern weiterhin eine Regel- und eine Krippengruppe bestehen bleiben. Es wurde ein Antrag an die Regierung von Oberfranken nach Förderung der Generalsanierung im Rahmen des Finanzausgleichs gestellt. Im Januar dieses Jahres erfolgte der Baubeginn.

Die Kindergartenkinder werden während der Bauphase im Pfarrheim Glosberg betreut. Das denkmalgeschützte städtische Gebäude des Kindergartens befindet sich direkt an der Bundesstraße 85 am südlichen Ortsrand von Gundelsdorf. Es wurde um 1905 als Fabrikantenvilla als zweigeschossiger Satteldachbau mit kurzem Seitenflügel und rückwärtiger Glasveranda erbaut. Es handelt sich um ein viergeschossiges, unterkellertes Bauwerk mit Satteldach, Erkeraufbauten und Pultdachaufbau im rückwärtigen Wintergartenbereich.

Vor circa fünf Jahren wurde die Fassade mit einem Neuanstrich versehen. Die vorhandenen Holzfenster sind weitgehend noch bauzeitlich und sollen gemäß Vorgabe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erhalten und ertüchtigt werden. Bei der Sanierungsmaßnahme sind unter anderem geplant: die Dämmung der obersten Geschossdecken und der Kellerdecke, Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Bereich der Gruppen- und Gemeinschaftsräume im Ober- und Erdgeschoss, Ertüchtigung der denkmalgeschützten Fensterelemente beziehungsweise Austausch nicht historischer Fenster. Ferner werden sämtliche haustechnischen Gewerke mit den sanitären Anlagen erneuert. Außerdem werden Bodenbeläge und Deckenbekleidungen und die Ausstattung im Bereich Küche, Essen und Wickeltischanlagen erneuert.

Die Kosten, inklusive der erforderlichen Ertüchtigungen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, belaufen sich auf circa 1,4 Millionen Euro, wofür laut Stadtkämmerer Wolfgang Günther rund 840 000 Euro an Zuschuss erwartet werden. Ursprünglich ist der Abschluss der Generalsanierung für Ende dieses Jahres vorgesehen.