Wo einst Kinder unterrichtet wurden, ist nun ein Dorfhaus entstanden. In Kehlbach wurde damit eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die alle Dorfvereine nutzen können.

"Es ist eine gute Sache, wenn eine Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro in ein 330 Einwohner zählendes Dorf investiert", freut sich Werner Vetter. Er wird zusammen mit seinem Team, dem Kehlbacher Faschingsclub (KFC), die Bewirtschaftung in den nächsten Tagen übernehmen. Nach der Einweihung steht mit der CSU-Nominierungsversammlung für die Großgemeinde Steinbach am Wald, der Bürgerversammlung und dem offiziellen Faschingsauftakt in den kommenden zehn Tagen eine Reihe von Veranstaltungen an.

Vielseitig nutzbar

Geschaffen wurden nun Räumlichkeiten, in denen sich die Vereine, egal ob Feuerwehr, Musik-, Gesang- oder Sportverein, treffen und Versammlungen halten können. Außerdem kann in dem Dorfhaus für Aufführungen und Veranstaltungen wie beispielsweise für die Büttenabende geprobt werden. Mit dem Dorfhaus wurden zudem auch Aufenthaltsräume für die Jugendliche geschaffen, in denen sich diese austauschen und kleinere Veranstaltungen abhalten können. Ab dem kommenden Jahr wird auch die traditionelle Trachtenkirchweih mit Plantanz auf diesem Areal stattfinden.

"Der Standort ist hervorragend", meinte Bürgermeister Thomas Löffler, "konnten doch aufgrund der daneben liegenden Kulturhalle Synergien geschaffen werden." So wurden Ausschank, Küche und Sanitäranlagen so konzipiert, dass diese sowohl von der Kulturhalle aus als auch vom Dorfhaus genutzt werden können.

Etwas ganz Besonderes sind zudem die zwei restaurierten Bleiglasfenster aus dem Jahr 1964, die dem Dorfhaus eine ganz spezielle Atmosphäre verleihen. "Uns ist es wichtig, dass wir unsere Dörfer bestmöglich für die Zukunft aufstellen und vor allem auch unseren Jugendlichen etwas bieten können", freute sich Bürgermeister Löffler über dieses Projekt.

Schulhaus ist Geschichte

Das in den Jahren 1963/64 erbaute Schulhaus ist somit Geschichte. Bis zum Jahr 2001/2002 wurde dort unterrichtet, zuletzt die erste und zweite Klasse der Volksschule Windheim. Eine der beiden früheren Lehrerwohnungen wurde bis vor knapp drei Jahren vermietet und stand zuletzt leer. Das Lehrerzimmer wurde bis zum Jahr 2015 als Amtszimmer von der Gemeinde genutzt.

Zunächst wollte man das Gebäude sanieren, aber dieser Gedanke wurde wegen der hohen Kosten und der viel zu großen Räumlichkeiten durch den Steinbacher Gemeinderat verworfen.

Hohe Bezuschussung

Ursprünglich lagen die Kostenberechnungen für das Dorfhaus, inklusive Umgestaltung der Außenanlagen, bei knapp 900 000 Euro. Das Projekt wird mit bis zu 90 Prozent aus dem Programm "Förderoffensive Nordostbayern" bezuschusst.

Die neu angelegten Außenanlagen werden im Frühjahr noch mit Bepflanzungen und Ruhebänken ergänzt, die Tanzlinde für die nächste Kirchweih ist bereits gepflanzt.

Direkt an das Dorfhaus schließt sich zudem der vor wenigen Jahren neu angelegte Kinderspielplatz an.