Bei den Meisterschaften gingen David Schuberth (Nordhalben), Liese Schultheiß (Haßlach bei Kronach) und Sabrina Melcher (Ludwigsstadt) als Sieger auf Schulamtsebene hervor. Sie gehen nun in die dritte Runde auf Oberfrankenebene.

"Ich konnte kaum den Moment erwarten", strahlte Liese Schultheiß, als sie ihre Urkunde entgegennahm. Sie hatte ein gutes Gefühl, dass sie bei diesem Entscheid für die oberfränkischen Mathematikmeisterschaften gut abschneiden würde. Sie erzielte mit neun die beste Punktzahl. Allerdings, leicht seien die Aufgaben nicht gewesen. Dem pflichtete Sabrina Melcher, die ebenfalls dem Ergebnis entgegen fieberte, bei.

"Ich habe zwar nicht damit gerechnet, aber doch irgendwie gehofft, in die dritte Runde zu kommen!" Und in der Tat: Während der 60-minutigen Bearbeitungszeit rauchten die Köpfe. Es ging bei den Mathematikaufgaben nicht ums Addieren und Subtrahieren, sondern es waren echte Knobelaufgaben zu lösen. Da gab es Sachaufgaben zu bewältigen, Holzteilchen mussten so gelegt werden, dass eine bestimmte Anzahl von Dreiecken erkennbar war, fehlende Zahlen mussten in einer Zahlenpyramide eingetragen werden. Anspruchsvolle Mathematikaufgaben also, die kombinatorische Fähigkeiten ebenso wie räumliches Vorstellungsvermögen erforderten und die die Freude an der Beschäftigung mit mathematischen Problemstellungen und -lösungen fördern sollen.

Insgesamt wurden drei Sieger ausgelotet, nämlich der beste Junge, das beste Mädchen, und der-/diejenige mit der zweithöchsten Punktzahl. Spannend wurde es, als zwei Jungs aufgrund ihrer gleichen Punktzahl zur so genannten "Stechrunde" antreten mussten. Bei der Lösung dieser Aufgabe kam es auch auf die Schnelligkeit mit an.

Zusätzliche Mathematikstunde

Liese Schultheiß verriet, sie habe sich für diese Meisterschaft vorbereitet. Auch habe sie zu Hause geübt. Sabrina Melcher dagegen nicht, allerdings - so verriet die Förderlehrerin Sigrid Rosenbusch - sei für mathematikbegabte Schüler der zweiten, dritten und vierten Klasse eine zusätzliche Mathematikstunde pro Woche an der Ludwigsstädter Schule fester Bestandteil.

Nun wollen die drei Gewinner, die schon in der ersten Runde bei der schulhausinternen Mathematikmeisterschaft erfolgreich waren, bei der dritten Runde auch als Sieger hervorgehen. Sie wollen zeigen, dass sie in Mathematik gut drauf sind, außerdem winken da attraktive Preise. Und außerdem, so die beiden Mädels "Mathematik macht Spaß, schon wegen den Zahlen".

Dieses Fach soll den Schülern auch Freude bereiten, sagt Schulrat Mario Schmidt. Das sei auch mit ein Grund, dass nun bereits zum elften Mal die Mathematikmeisterschaften ausgetragen werden. Es gehe darum, das Verständnis für die Mathematik zu wecken, Problemlösungen zu finden und diese selbstständig umzusetzen. Es sei auch, zumindest ab der zweiten Runde auf Schulamtsebene, ein Kräftemessen mit anderen Schulen.

Das ist ein Ansporn

Sigrid Rosenbusch sieht im Mathematikwettbewerb auch eine Bestätigung für die Leistungen der Schüler. Zugleich, so weiß sie aus Erfahrung, ist dies auch ein Ansporn, denn viele Heranwachsende wollen gut abschneiden und entwickeln mitunter bei den Vorbereitungen ein anderes Gespür für die Mathematik.

Der Rektor der Grundschule Wilhelmsthal, Ulrich Weiß, der die Korrekturen mit vornahm, hält diesen Mathematikwettbewerb für sinnvoll, da durch die Teilnahme die Kinder für dieses naturwissenschaftliche Fach sensibilisiert und motiviert werden. Es sei schon vorgekommen, dass Schüler erst durch diesen Wettbewerb ihre Stärken für Mathematik entdeckten. "Die Meisterschaft ist wie ein Sportwettkampf". Glückwünsche kamen auch von der Rektorin der gastgebenden Schule, Hanna Grünbeck. Sie freute sich, dass in diesem Jahr die zweite Runde in ihrem Hause ausgetragen wurde. Auch Landrat Oswald Marr (SPD) schickte seine Glückwünsche an die Sieger. Sie bekamen einen Gutschein für ein Buch als Geschenk.