Bei der letzten Marktgemeinderatsitzung trug Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) den Antrag von Bürgern vor, sich im neuen Friedhof mit den Linden im vorderen Teil zu befassen. Es wurde angeregt, diese zu fällen. Als Begründung wurde vor allem durch das Tropfen der Linden angeführt. Durch den sogenannten "Honigtau" infolge der Ausscheidungen der Blattläuse entststünden beträchtliche Schäden.

Die Masse setzt sich auf den Oberflächen fest und überzieht sie mit einem klebrigen Film, der sich gerade bei starker Sonneneinstrahlung in die Oberfläche einbrennt und beträchtliche Schäden verursachen kann. Gerade im Friedhof verkleben auch die Bepflanzungen und die Blumen und Grünpflanzen verdorren, weil sie keinen Sauerstoff mehr bekommen.

Im neuen Friedhof in Steinwiesen wurden im letzten Jahr die Bäume im hinteren Bereich gestutzt und ausgelichtet. Nun sagte Bürgermeister Wunder, dass bis zum Herbst auch im Bereich der Linden zurückgeschnitten werde. Eine Fällung der Bäume lehnte er ab, man müsse jedoch bei Schäden an den Gräbern handeln.

Richard Rauh (SPD) war auch dieser Meinung, im ländlichen Bereich gehörten Bäume einfach dazu, man solle erst bei Schäden handeln. Bruno Beierlorzer (CSU) betonte, dass die Kronen ausgeschnitten werden sollen, aber kein Baum gefällt wird.


Beschluss löst Unmut aus

Der einstimmige Beschluss des Gremiums lautete, das Ausschneiden weiter durchzuführen, aber es es wird keine Fällung der Linden geben. Dieser Beschluss löste bei den erschienenen Zuhörern ziemliche Unmutsbezeugungen aus.

Mit Schreiben vom 20. Juli kam die Zusage der Regierung von Oberfranken auf Förderung nach KIP-S (Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur) für die Sanierung des Allwetterplatzes, Neugestaltung des Pausenhofs und Erneuerung des Fassadenelements mit Eingang (Seite zur Straße, neuer Eingang). Dann kann dieser Trakt, der nicht unbedingt mehr für die Schule benötigt wird, auch anders genutzt werden.

Das Projekt wurde mit einer Fördersumme von 504 600 Euro ins Programm aufgenommen. Die geschätzten Kosten belaufen sich circa 580 000 Euro und sind nur mit dieser Förderung von 90 Prozent zu schultern. Der Marktgemeinderat beschloss deshalb einstimmig, die Durchführung des zur Förderung über das KIP-S Programm eingereichten Projektes. Der Zuwendungsantrag soll zeitnah eingereicht werden.

Das Gemeinschaftshaus in Schlegelshaid steht kurz vor dem Abschluss der Innenarbeiten. Die Kosten liegen bisher im Rahmen, es steht jedoch die Schlussrechnung aus. Diese wird jedoch als Verwendungsnachweis benötigt, um die Auszahlung der Fördermittel in Höhe von 150 000 Euro zu erhalten. Für die Unterhaltung des Hauses ist die Dorfgemeinschaft selbst verantwortlich.


Barrierefreier Zugang zur Schule

Die Arbeiten an der Pausenhalle der Schule Steinwiesen sind bis auf kleine Putzarbeiten im Außenbereich, den Einbau der Türsprechanlage und die Humusarbeiten abgeschlossen. Die Pausenhalle wurde nach außen verbreitert und so ein angenehmer Raum geschaffen. Der Zugang zur Schule wurde barrierefrei ausgebaut und durch die energetische Sanierung der Glasfassade werden die Heizkosten reduziert. Ein neues LED-Beleuchtungskonzept macht sich bereits positiv bemerkbar. Der Zugang zur Kulturhalle bzw. zur Turnhalle wurde ebenfalls barrierefrei durch einen zusätzlichen Eingang geschaffen.

Aktuell zeichnet sich eine Überschreitung der Auftragssumme von 10 Prozent ab, die aufgrund notwendiger Nachbesserungen im Brandschutz, größere Asphaltarbeiten und das Aufbringen eines Blechdaches im hinteren Bereich anstatt des ursprünglich vorgesehenen Ziegeldaches entstanden sind.


Sechs Wohnungen entstehen

Die Sanierung des alten Rathauses hat begonnen. Die Baumeisterarbeiten mit Entfernung des Putzes und Maurerarbeiten sind durch die Firma Heider Bau aus Marktrodach in vollem Gange. Geplant ist auch, bis Ende September die neuen Fenster einzusetzen, damit in den Wintermonaten der Innenausbau erfolgen kann. Es werden sechs Wohnungen entstehen, vier für anerkannte Asylbewerber und zwei freie, die auf jeden Fall erst einmal den bisherigen Bewohnern angeboten werden.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) ließ die Festveranstaltung zu 40 Jahre Großgemeinde Revue passieren und sprach von einer sehr gut gelungenen Veranstaltung. Er ging auch auf die kürzlich vorgenommenen Gemeindeehrungen für verdiente Vereinsfunktionäre und Musiker sowie der Schulabsolventen ein. Solche guten Abschlussergebnisse seien Garant für gut ausgebildete junge Menschen.

Für die ins Leben gerufene Bürgerstiftung Steinwiesen sind die Informationsflyer gedruckt und werden an die Haushalte verteilt. Es gibt eine Einlage von 10 000 Euro, die mit Unterstützung der Sparkasse Kulmbach-Kronach verwaltet werden. Wunder betonte, dass diese Einrichtung keine Konkurrenz zu Vereinsspenden sein soll, sondern eine Alternative.

Die Großgemeinde Steinwiesen wird sich am Wettbewerb "Gütesiegel Heimatdorf 2019" beteiligen. Hier werden in einem Fragebogen die Vorzüge der Gemeinde und ihr Angebot an Vereinen und Veranstaltungen usw. abgefragt. Lebensqualität und Heimatverbundenheit sind hier entscheidende Kriterien. Bayernweit werden zwei Gemeinden je Regierungsbezirk mit einer Geldprämie bedacht. Die Bewerbung gilt für Gemeinden bis 5000 Einwohner.


Messtafeln werden angeschafft

Für die Anschaffung zusätzlicher Geschwindigkeitsmesstafeln wurden Angebote verschiedener Firmen eingeholt. Nach Auswertung war die Günstigste eine Tafel ohne Datenspeicher mit Akku, Ladegerät und Mastbefestigung, die ein lachendes oder trauriges Smiley zeigt. Die Kosten für zwei Anzeigen belaufen sich auf 3400 Euro. Die Geschwindigkeitsmesser sollen abwechselnd in Neufang, Birnbaum und Nurn angebracht werden. Das Gremium genehmigte diese Anschaffung einstimmig.

Für das Gebiet des geänderten Flächennutzungsplans "Unterer Stein" wurde laut einstimmigen Beschluss des Marktgemeinderates vom 26. März 2018 ein Bebauungsplan aufgestellt. Die ersten Stellungnahmen der Öffentlichkeit, der Institutionen, Verbände und angrenzender Gemeinden wurden bereits am 29. Mai durchgesprochen. Nun werden die Einwände der zweiten Anhörung erörtert.

Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS ging auf die einzelnen Anmerkungen ein. Im Großen und Ganzen ergaben sich keine gravierenden Änderungen, es wurde nur von der Regierung von Oberfranken ausdrücklich verlangt, festzuhalten, dass ausschließlich ein Wohngebiet ausgewiesen wird und dort Beherbergungsgewerbe, sonstige Gewerbebetriebe oder auch Tankstellen nicht zugelassen sind. Zum Schluss fasste das Gremium einstimmig folgenden Beschluss: Der Feststellungsbescheid über die Änderungen des wirksamen Flächennutzungsplans wurde einstimmig gefasst und die Verwaltung wird beauftragt, die Genehmigungen für das Wohngebiet Unterer Stein zu beantragen.

Der Kooperationsvertrag "In der Heimat wohnen" zwischen Caritas, Markt Steinwiesen und Investor Rainer Kober wurde als Entwurf dem Gemeinderat vorgestellt. Rainer Kober realisiert eine Wohnanlage entsprechend dem Wohnmodell "In der Heimat wohnen - ein Leben lang". Neben der baulichen Errichtung von barrierefreiem Wohnraum ist das Dienstleistungsangebot "Quartiersmanagement" durch den Caritasverband Kronach und der Marktgemeinde Steinwiesen zwingend erforderlich. Um dies für alle Beteiligten langfristig und verbindlich abzusichern, wird dieser Kooperationsvertrag geschlossen. Der Caritasverband beteiligt sich mit maximal 50 Prozent an den Personal- und Sachkosten. Dies gilt laut Vertrag auch für die Marktgemeinde.

Die Wohnungen werden barrierefrei errichtet. Das Ziel ist eine gemischte Belegung, d.h. 1/3 rüstige, 1/3 eingeschränkte und 1/3 pflegebedürftige Mieter zu erreichen. Für die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Eckert (CSU) und Jürgen Deuerling (SPD) war das Projekt sehr sinnvoll, auch der Kooperationsvertrag fand ihre Zustimmung. Jedoch wiesen beide auf die Personal- und Sachkosten hin, die so vorher eigentlich nicht im Raum standen. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) sagte zu, hier nachzuhaken und dies abzuklären. Der Marktgemeinderat Steinwiesen stimmte anschließend dem Entwurf des Vertrages einstimmig zu.