Ein gutes Signal für die Kreisstadt: Die Woco Kronacher Kunststoffwerk (KKW) GmbH in der Industriestraße wird weiter wachsen. Nachdem das Unternehmen bereits 2017 seine Logistikkapazitäten durch die Anmietung des ehemaligen Edeka-Geländes in der direkten Nachbarschaft erweiterte, steht nun der nächste Schritt an.

"Wir bauen eine neue Produktionshalle", sagt der Kronacher Werkleiter Stefan Engel. Um satte 4700 Quadratmeter soll die bebaute Unternehmensfläche dort wachsen, wo derzeit der Mitarbeiterparkplatz ist.


Kronacher Produkte sind gefragt

Der Hintergrund der Erweiterung: Die in Kronach hergestellten Produkte - vor allem Motorenteile aus Kunststoff - sind sehr stark nachgefragt. Die bisherigen Räumlichkeiten reichten teilweise nicht mehr aus, um gebuchte Aufträge, die Kunden mit Woco KKW realisieren möchten, umzusetzen. Darüber hinaus biete die neue Halle auch die Chance, Strukturen und Prozesse zu optimieren und neue Verfahren zu etablieren.

"Wir brauchen jetzt mehr Platz, bauen in Kronach aber auch bewusst für die Zukunft", erläutert Werkleiter Engel. "Die Baumaßnahme ist auch ein Bekenntnis zum Standort Kronach und unterstreicht, dass die Stadt ein wichtiger Baustein für die Zukunft von Woco ist."

Und das, obwohl das Unternehmen weltweit tätig ist. "Wir produzieren dort vor Ort, wo unsere Produkte und Technologien gebraucht werden", sagt Engel. Rumänien, Ungarn, Südafrika, China, Mexiko, Indien oder Vereinigte Arabische Emirate - Woco fertigt weltweit in der Nähe der Automobilindustrie.


Gewachsene Fachkräftestruktur

Von Kronach aus wird vor allem der deutsche Markt versorgt. Natürlich sei es woanders, etwa in Osteuropa, günstiger zu produzieren, sagt Engel. Aber das Werk habe besondere Vorzüge: "Wir haben hier eine gute Mannschaft mit einer gewachsenen Struktur an Facharbeitern - teilweise noch zu Zeiten der Familie Schick ausgebildet. Das ist eine gute Basis für die Zukunft."

2001 hatte Woco die Kronacher Kunststoffwerke von der Eigentümerfamilie Schick übernommen. Die Immobilien in der Industriestraße gehören dem Unternehmen aber nicht selbst. Sie werden von der SSE GmbH um die Eigentümerfamilie gemietet. "Und die SSE investiert jetzt auch in die neue Halle. Wir sind der Mieter", erklärt Stefan Engel.


Zeitplan bis Sommer 2019

Der Bauantrag für die neue Halle, so Engel, ist bei den zuständigen Stellen in der Stadt und am Landratsamt gestellt. "Sobald die Genehmigungen da sind, geht es los", kündigt der Werkleiter an. Die Einweihung der Halle soll im Sommer 2019 erfolgen. Ein Mitarbeiterparkplatz wird stattdessen auf einer Wiese auf der anderen Seite des Haupthauses neu gebaut.

Die Erweiterung wird auch zu einer Aufstockung der Arbeitsplätze führen. Derzeit beschäftigt das Kronacher Woco-Werk 300 Mitarbeiter. Wie viele dazu kommen, konnte Engel noch nicht sagen. "Aber es wird aufgestockt werden", versichert er. Vor allem in der Produktion, aber auch in der damit verbundenen Anwendungstechnik, etwa bezüglich der korrekten Einstellung der Maschinen, werde mehr Personal benötigt.