Ab Samstag, 19. September, wird in der Thiemitz wieder ein Kohlenmeiler schwelen. Der Meiler ist bereits geschichtet. Entfacht wird er bei einem Köhlerfest.
Der Platz ist aus Kronach einfach zu erreichen über die Bundesstraße 173 Richtung Hof; nach Wallenfels ist die Ortschaft Thiemitz (links abbiegen) deutlich ausgeschildert. Knapp vier Kilometer nach der Abbiegung befindet sich rechts, gleich vor dem Ortsschild, ein Parkplatz. Über einen Steg über die Thiemitz erreicht man den Köhlerplatz zu Fuß nach wenigen Metern. Die ehemalige Emil Reuther'sche Kohlstatt ist über 100 Jahre alt und wurde noch bis 2006 durch die Familie Reuther in der vierten Generation betrieben. Ursprünglich war sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil des 500 Meter talabwärts gelegenen, im Jahr 1865 stillgelegten, Thiemitzhammers, der zum Ende des 18. Jahrhunderts als eine der technologisch fortschrittlichsten Anlagen seiner Zeit beschrieben wurde. Holzkohle und Metallbearbeitung beziehungsweise -gewinnung waren schon immer eng miteinander verbunden. Nur beim Abbrennen von Holzkohle erreichte man die für die Metallbearbeitung nötigen hohen Temperaturen. Jetzt wird der inzwischen nur noch historische, Platz durch den Frankenwaldverein (FWV) erhalten und gelegentlich von der Köhlergruppe des FWV betrieben. Er war der letzte von ehemals bis zu 800 Köhlereistätten gewesen.
Am Platz befinden nun auch sanitäre Anlagen. Das Köhlerfest beginnt um 11 Uhr.Unter anderem wird auch der Adelbergchor auftreten. Dann wird der Meiler entfacht und gefeiert - selbstverständlich mit Gegrillten über selbst gemachter Holzkohle.