Ganz neu sind wissenschaftliche Einrichtungen im Kreis Kronach nicht: Die medienwirksamste Kooperation der vergangenen Jahre ist der Masterstudiengang "Zukunftsdesign" der Hochschule Coburg in Zusammenarbeit mit dem Innovations-Zentrum Region Kronach (IZK).

"Der Studiengang ist mit fünf halben Professuren und etwa 100 Studierenden bereits erfolgreich im Sinne der Region aktiv", sagt Christiane Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg. Und auch IZK-Geschäftsführer Hendrik Montag-Schwappacher sieht eine Erfolgsgeschichte. "Die jetzige politische Willensbekundung fußt auf dem, was bislang schon erfolgreich gemacht wurde."

Der Studiengang, dessen Studierendenzahlen seit der Einführung 2016 stets steigen, sei ein Paradebeispiel für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. "Der ausgelagerte Lernort Kronach gibt die Möglichkeit, uns gezielt auf Firmen auszurichten", sagt Montag-Schwappacher. Der Vorteil für Kronach: "Es kommen Leute her, die sonst nicht kommen, und hier bewusst leben und lernen wollen.

So soll die Finanzfachhochschule in Kronach aussehen

Auch die Hochschule Hof ist in Kronach präsent - allerdings nicht in der Lehre. Die Forschungsstelle "Car Infotainment und Man Machine Interface" gibt es seit 2014. Inhaltlich geht es um den intelligenten Innenraum eines Autos. Die Projekte werden in Kooperation zwischen den Instituten für Materialwissenschaften und für Informationssysteme bearbeitet.

Ferner gibt es im Kreis Kronach die ökologische Außenstation der Universität Bayreuth in Wallenfels. Bis zu 30 Fachleute leben und erforschen dort die Pflanzenwelt im historischen Gebäude des früheren Forstamts.

Die Außenstelle ist einer internationalen Fachwelt durch die jährlich stattfindenden Wallenfelser Photosynthese-Rundgespräche mit Forschern aus aller Welt bekannt. "Wir wollen ihre Aktivitäten noch erhöhen", sagt der Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn (CSU).


Netzstimmen zum Beschluss

Der Grundsatzbeschluss der bayerischen Staatsregierung zum Ausbau der Hochschullandschaft im Kreis Kronach, wurde auch auf unserer Facebookseite Fränkischer Tag Kronach eifrig debattiert.
Ursula W. findet es eine gute Nachricht. "Warum sollen sich Studenten immer in Ballungsräume mit schlimmer Wohnungsnot begeben, während andere, sehr lebenswerte Regionen, immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden? Kronach ist eine nette Stadt, man kann sich dort wohl fühlen."

Hubert B. aber fordert: "Bitte greift endlich den ÖPNV im ländlichen Raum an und verzahnt die Verbindungen der Busse und der Bahn." Carolin G. macht sich über die Wohnsituation Gedanken: "Wohin mit den Studenten? Im Oberland gibt's zwar eine Menge Wohnraum, aber dafür ist der öffentliche Nahverkehr zu schlecht."

Sebastian L. bemängelt: "Abends/Nachts ist die Stadt tot. Samstagabend 20 Mann im ganzen Kino, und wenn man rauskommt, niemand mehr auf der Straße, kaum noch Kneipen offen. Wird Zeit, dass wir die Stadt beleben wie die Coburger Fußgängerzone, dann ist Kronach wieder für Menschen unter 60 attraktiv."

Michaela J. entgegnet: "Viele hier meinen KC mit Metropolen vergleichen zu müssen. Das ist KC nicht und das ist gut so. Wenn man KC jedoch mit ähnlichen Kleinstädten vergleicht steht es gar nicht so schlecht da."

Das sagen die Hochschulen aus Coburg und Hof zu weiteren Kooperationen im Kreis Kronach