Eine Entscheidung, ob die Kronacher CSU tatsächlich - wie am Mittwoch aus bekanntlich gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen war - keinen eigenen Kandidaten bei der Bürgermeister-Wahl 2014 ins Rennen schickt, sondern Amtsinhaber Wolfgang Beiergrößlein (Freie Wähler) unterstützt, ist noch nicht gefallen. Das erklärte Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner am Freitag auf Anfrage.

Am Donnerstagabend hatte er die Vorsitzenden der neun CSU-Ortsverbände im Stadtgebiet zu sich nach Hause eingeladen, um unter anderem über dieses Thema zu sprechen. "Die Ortsvorsitzenden nehmen die Idee mit in ihre Ortsverbände, besprechen sie dort bei den Mitgliederversammlungen, und danach werden wir ein Meinungsbild haben und abstimmen", so Baumgärtner. Mit einer endgültigen Entscheidung, ob man einen eigenen Kandidaten stellt oder eben Beiergrößlein unterstützt, rechne er Mitte Februar.


"Das finde ich ziemlich arrogant"

Bei dem Gespräch mit den Ortsvorsitzenden sei es nicht darum gegangen, diese von der Idee, den Amtsinhaber zu unterstützen, zu überzeugen. "Meine Absicht war, abzuwägen, welche Vor- und welche Nachteile das Ganze birgt", so Baumgärtner.

Natürlich, so räumt er ein, gebe es Mitglieder, die der Meinung seien, dass die CSU als größte Fraktion im Stadtrat einen eigenen Kandidaten stellen sollte. "Das finde ich ziemlich arrogant; ich denke, es steht uns auch gut, anzuerkennen, wenn jemand etwas gut macht", verweist er darauf, dass es viele Übereinstimmungen mit der Arbeit des Amtsinhabers gebe.

Die Diskussionen in den Ortsverbände sollen dennoch ergebnisoffen ablaufen. "Wir wollen eine Mitmach-Partei sein, also müssen auch alle mitmachen dürfen", sagt der Kreisvorsitzende. ci