Stolze Eltern und Großeltern waren der Einladung ins Jugendheim Lahm gefolgt, um sich von den Ergebnissen intensiver Aufbauarbeit zu überzeugen und natürlich, um gute Musik zu hören. Dass sich das Kommen gelohnt hatte, bewies der lang anhaltende Applaus, mit dem die talentierten Jungen und Mädchen bedacht wurden: Und in der Tat: Es ist schon erstaunlich, was sie nach zwei Jahren Ausbildung an ihren Instrumenten schon alles "draufhaben".

Gekonnt und souverän schickten die 14 Nachwuchsmusiker, unterstützt von Marcel Mager am Schlagzeug, ihre Finger auf die Reise. Wie "alte Hasen" spielte die Formation unter Leitung von Dirigent Ralf Welsch acht von ihr selbst ausgewählte Lieblingsstücke. Die Mischung kam an. "Sahnehäubchen" waren beispielsweise die mitreißenden Filmmelodien mit Ohrwurmgarantie aus "Fluch der Karibik" sowie "Shrek".


Nachwuchsförderung


"Eine Besonderheit der Bläserklasse Hesselbach ist, dass sie sich völlig eigenständig finanziert und in ehrenamtlichen Freizeitstunden von Mitgliedern des Musikvereins ausgebildet wird. Die Instrumentalausbildung erfolgt wöchentlich durch erfahrene Ausbilder", so Ralf Welsch. Dabei handelt es sich zum Einen um Registerunterricht - also das Erlernen des Instruments - und zum Anderen um gemeinsames Musizieren in der Orchestergemeinschaft.

Die Verantwortlichen sind sich einig, dass das gemeinsame Musizieren die Motivation und Konzentration der Kinder beflügelt sowie Erfolgserlebnisse schafft. Die "spielerische" Lernmethode fördere zudem auch das Sozialverhalten. Die Schüler übten nicht nur Töne, sondern auch Rücksicht und Verantwortung. Welsch bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den Ausbildern Frank Stadelmann, Annalena Appel, Silke Welsch, Johannes Friedlein, Georg Schönmüller und Thomas Kestel für ihre tatkräftige Unterstützung.

Das System der effizienten Nachwuchsförderung hat sich bewährt. So sind von den 17 Teilnehmern der ersten Bläserklasse - bis auf eine Ausnahme - alle der Musik treu geblieben. Und auch die diesjährigen Absolventen werden nun in den Reihen des Musikvereins Hesselbach beziehungsweise Wilhelmsthal "mitmischen". Dort werden sie eine Bereicherung darstellen, wie ihre tollen Leistungen beim Juniorabzeichen beweisen.


Vorbereitung lohnt sich


Die sehr gute Vorbereitung hatte sich gelohnt. Die Prädikate reichten von "gutem" bis zu "ausgezeichnetem Erfolg", was in Noten ausgedrückt eine "Eins mit Stern" bedeuten würde. Und eben diese "Eins mit Stern" hatten sage und schreibe zwölf der jungen Musiker geschafft. Auch in der Theorie schnitt man durchwegs mit sehr guten beziehungsweise ausgezeichneten Leistungen ab. Lisa-Marie Engelhardt (Saxofon) gelang sogar das Kunststück, in der Theorie die volle Punktzahl zu erreichen. Unter großem Applaus der Gäste händigte ihnen Ralf Welsch ihre Urkunden und Nadeln des Junior abzeichens aus.

Viel Lob gab es beim Abschlusskonzert auch für den Leiter der Bläserklasse selbst, dessen erfolgreiche Aufbauarbeit gewürdigt wurde. Seine nunmehr ehemaligen Schüler bedankten sich bei Welsch mit einem Geschenk.
In einer Diashow wurden Bilder aus den vergangenen zwei Jahren gezeigt. Während dieser Zeit wurden 85 Probeeinheiten abgehalten sowie elf Auftritte bestritten - beispielsweise beim Heimatfest in Wilhelmsthal, dem Dorffest sowie dem Spielplatzfest in Hesselbach. Auch ein Proben-Wochenende in Speichersdorf wurde absolviert. Im Frühjahr 2012 hatte man beim Wertungsspiel in Friesen in der Kategorie Grundstufe mit sehr gutem Erfolg abgeschnitten.