"Auf geht's zur Hofwiese", rief Schützenmeister Frank Jungkunz gestern den vielen Schützenabordnungen und Musikkapellen auf dem Kronacher Marktplatz zu, denn ein Highlight des Kronacher Festes, der Schützenauszug, sollte bei herrlichem Sonnenschein beginnen.

Zuvor hatte das Marinemusikkorps Ostsee aus Kiel unter der Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Zepansky beim Standkonzert einen Einblick gegeben, welch hochklassige Militätmusik die Zuhörer im Pavillon auf der Hofwiese in den nächsten Tagen erwartet.

Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Freischießen seit 425 Jahren gefeiert werde. Nur von "Tradition" zu sprechen, sei da fast schon untertrieben. "Das Freischießen ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Kronacher Stadtgeschichte!" Der Bürgermeister ging auch auf die jüngsten Turbulenzen ein wegen der Beschwerden eines Anwohners ein und versprach, man werde einen für alle Seiten akzeptablen Kompromiss finden. Dafür werde er sich mit aller Kraft einsetzen. Auf die große Zahl an Zuschauern beim Schützenauszug eingehend, meinte das Stadtoberhaupt, die Besucher demonstrierten damit ihre Verbundenheit zur Schützengesellschaft.

Das Freischießen laufe nun den vierten Tag. Der Schützengesellschaft Kronach sei es auch unter dem neuen Schützenmeister Frank Jungkunz gelungen, ein weit über die Landkreisgrenzen hinausstrahlendes Fest auf die Beine zu stellen. "Danke, dass Sie uns mit einem Freischießen beschenken, mit dem sich jeder identifizieren kann", rief Beiergrößlein der Führung der Schützen zu.