Der neue Verkaufsraum der Arnika-Akademie Teuschnitz soll im bisherigen Seminarraum im Erdgeschoss eingerichtet werden. Dieser wird dafür in das Obergeschoss verlegt. Für den Laden rechnet man mit Kosten von 49 800 Euro, wie in der jüngsten Stadtratssitzung berichtet wurde.

Die Gesamtkosten teilen sich folgendermaßen auf: Architektenkosten 5800 Euro, Trockenbau und Malerarbeiten 2400 Euro, Bodenbelagsarbeiten 3300 Euro, Elektroinstallation/Beleuchtung 1500 Euro, Einrichtung 25 000 Euro, Tür mit Einbau 2400 Euro sowie die Ladenausstattung 9700 Euro. Die Maßnahme wird über das Programm Landaufschwung mit 80 Prozent, also 40 000 Euro, gefördert. Der Arnika-Verein beteiligt sich mit 5000 Euro.

Arnikastadt-Netzwerkmanager Oliver Plewa berichtete von einer sehr positiven Entwicklung der Akademie mit steigenden Besucherzahlen sowie einer erhöhten Nachfrage für das Produktsortiment. Seit April 2017 wird auch eine Arbeitskraft beschäftigt. Für 2017 sind rund 40 Busreisegruppen angekündigt sowie 25 Schulklassen für die Kräutergarten-Rallye. Mit dieser Besucheranzahl ist man zufrieden - ebenso wie mit der Anzahl von 350 Kursteilnehmern in der Akademie. Sehr erfolgreich verliefen das Arnikafest und die Teuschnitzer Erlebnistage mit 3000 Besuchern. Ziele seien eine weitere Steigerung der Besucherzahlen sowie ein Umsatzzuwachs beim Produktvertrieb.

Im Laden werden die Produkte der Naturmanufaktur für die Besucher des Kräutergartens, der Busgruppen und der Seminarteilnehmer verkauft. Der Absatz ist sehr gut; das Produktionssortiment weiter im Aufbau. Weitere Produkte können im Umfeld verkauft werden.

"Die Ladeneinrichtung brauchen wir, um die Produkte in einem ansprechenden Umfeld zu präsentieren", erklärte Plewa. Der Laden soll im Erdgeschoss eingerichtet werden, um für Besuchergruppen leicht und ohne große Barrieren erreichbar zu sein. Entstehen soll ein moderner Laden mit klaren Linien, strukturiert in die verschiedenen Themenbereiche. Man will die Farben des Logos aufgreifen.

Alexander Fehn (SPD) erkundigte sich nach den Umbaukosten des Seminarraums. Diese sind laut Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) überschaubar, da die vorhandene Einrichtung übernommen wird. Michael Hebentanz (FW) fragte, ob der Verkauf nicht, wie vom Arnikaverein gewünscht, im Schwarzen Kreuz erfolgen könne und ob es somit überhaupt eines Verkaufsraums in der Akademie bedürfe. Laut Weber werde sich die Realisierung Schwarzes Kreuz noch zwei Jahre hinziehen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.


Lösung für Steinweggraben

Einstimmig beschloss das Gremium die Erstellung eines sogenannten integralen Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzepts für den Steinweggraben. Im Rahmen der Konzepterstellung durch ein Ingenieurbüro erhält die Stadt als wichtigstes Ergebnis die sinnvollste und wirtschaftlichste Variante zur Abflussverbesserung und zum Hochwasserschutz im Einzugsbereich Wiesenweg/Steinweg. Ein derartiges Konzept kann vom Freistaat über das Programm "Starkregen-Ereignisse und urbane Sturzfluten" bezuschusst werden.

Mindestens drei Ingenieurbüros sollten zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Im zweiten Schritt wird die eigentliche Maßnahme mit einem neuen eigenständigen Verfahren aus dem Konzept verwirklicht. Je nach gewählter Maßnahme liegen die Fördersätze zwischen 50 und 75 Prozent. "Die Problematik beschäftigt uns schon zehn Jahre", bedauerte die Bürgermeisterin, die dem Wasserwirtschaftsamt für das erfolgte konstruktive Gespräch dankte. Die Machbarkeitsstudie sei für den Erhalt von Zuschüssen unumgänglich.


Höherer Zuschuss für Kirche

Wie die Bürgermeisterin informierte, erhöht sich der zehnprozentige Zuschuss der Stadt an die Katholische Kirchenstiftung Haßlach für die Sanierung der Wallfahrtskirche um 700 Euro. Aufgrund niedriger Baukosten und demzufolge weniger Zuschüssen fiel deren Eigenanteil höher aus.

Ein Ausbau der Reichenbacher Straße sei noch unsicher. Die Angebote der Baufirmen seien derzeit extrem hoch. Man will eventuell im Herbst ausschreiben mit der Hoffnung auf ein günstiges Angebot.

Teuschnitz hat sich für das BR-3-Dorffest in Abstimmung mit dem Festausschuss beworben. Der Termin ist am gleichen Tag wie das Altstadtfest am 9. September. Sollte man zum Zuge kommen, wird das Altstadtfest entfallen. Da der Sieger erst am 26. August feststeht, laufen die Planungen weiter.

Da die Firma Kürschner den Auftrag für den Stichleitungsbau Am Kock abgelehnt hatte, wurde dies vom Bauhof in Eigenregie vorgenommen, informierte die Bürgermeisterin.


Bahn will Brücke ersetzen

Die Deutsche Bahn plant die Erneuerung der Bahnbrücke bei der Kohlmühle als Ersatzbau. "Das wird eine große Baustelle", kündigte Weber an. Wahrscheinlich werde eine Brücke nach der anderen ersetzt. So stehe demnächst auch die Erneuerung der Bahnbrücke südlich der Bastelsmühle an.

Weber verwies auf das 140-jährige Jubiläum der FFW Haßlach am 2. und 3. September sowie die Einführung von Pfarrer Pötzl am 3. September um 17 Uhr.

In der Neubewertung von Risikogewässern durch das Wasserwirtschaftsamt Kronach sind der Teuschnitz-Bach sowie die Kremnitz nicht mehr dabei, dafür aber neu die Haßlach. Die nächste Stadtratssitzung ist am 7. August. Eine Ortsbesichtigung im Stadtbereich erfolgt in der zweiten Augustwoche.

Unter Sonstiges prangerte Alexander Fehn (SPD) die "Riesenlöcher" in der Fiebigstraße an. Der Bauhof kümmert sich darum.

Mario Stingl (SPD) ärgerte sich über die Geschwindigkeit der Lkw, die derzeit - aufgrund der Umleitung in Steinbach - durch die Reichenbacher Straße durchpreschten. Eine Gefahrenstelle ergebe sich gerade im Bereich Torweg. Stingl forderte für die Zeit der Umleitung die Einführung einer Tempo-30-Zone. Bürgermeisterin Weber hatte diesbezüglich bereits Rücksprache mit dem Sachgebietsleiter Gunther Dressel vom Landratsamt Kronach gehalten. Die Angelegenheit wird geprüft.