Der Sonntag war für die Teuschnitzer ein Freudentag und dementsprechend war auch die Stimmung. Strahlende Gesichter, leuchtende Kinderaugen, Luftballons die emporstiegen, eine gut gelaunte Bürgermeisterin, ein froh gestimmter Dekan, Vereinsmitglieder die für die Bewirtung sorgten und eine Stadtkapelle, die mit ihren Musikstücken die gute Laune unterstrich.

An diesem Tag feierten die Teuschnitzer nicht nur Muttertag und den Tag der Städtebauförderung, sondern auch die Einweihung der Kulturwiese, des Jugendtreffs sowie des Kinderspiel- und Festplatzes. Somit ist der erste Teil der umfassenden Sanierung des Stadtkerns abgeschlossen. Entstanden ist ein Naherholungsgebiet für die gesamte Familie.

Für den Nachwuchs wurde ein Spielparadies mit einem separaten Spielbereich für Kleinkinder, einer Spielwiese, Bewegungsgeräte für groß und klein geschaffen. Schaukeln, Sitz- und Liegepodeste, ein kleiner "Strand" mit Weiher und eine Kneippanlage runden das Areal ab. Hervorzuheben ist auch der sechs Meter hohe Kletterturm. Gleich neben dem Spielplatz sind ein Festplatz und eine Kulturwiese angelegt worden. Entstanden ist auch ein Jugendtreff. Nach den Plänen der Bauhaus-Universität Weimar wurde dieser in Zusammenarbeit mit den Teuschnitzer Jugendlichen realisiert.

Bürgermeisterin Gabi Weber wies darauf hin, dass das Areal unter der Federführung des Weimarer Büros für Landschaftsarchitektur "Freiraumpioniere" neu gestaltet wurde. Eingebunden wurden dabei die Bürger über alle Generationen hinweg. Sie sprach davon, dass im Rahmen der Baumaßnahmen auch ein direkter Zugang von der Kulturwiese und vom Festplatz zur Arnikaakademie geschaffen worden sei. Darüber hinaus sorge die bauliche Neustrukturierung für eine optimale Anbindung an den innerstädtischen Bereich.

Vorbereitungen laufen

Eine Abordnung von Schülern und Jugendlichen bedankten sich bei der Stadt dafür, dass sie ihre Ideen mit einbringen beziehungsweise ihren Bereich mitgestalten durften. Sie erinnerten an Zusammenkünfte in der Arnika-Akademie mit Studenten der Bauhaus-Akademie, um sich über die Gestaltung abzustimmen. Im vergangenen Sommer schließlich wurde gebaut.

"Wir wollen danke sagen für diesen schönen Platz", meinte Dekan Detlef Pötzl. Er äußerte sich voller Lob über die Bürgermeisterin und den Stadtrat. "Um so ein Projekt zu realisieren, benötigt es Mut und Geld."

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz scherzte, dass sie immer gerne nach Teuschnitz komme, "weil es immer mit einer Fördergeldübergabe verbunden ist." Sie lobte die Tüchtigkeit der Bürgermeisterin und der Teuschnitzer. "Es gehört viel Mut und Ausdauer dazu, solche Projekte auf den Weg zu bringen", so Piwernetz. Bauen bedeute Zuversicht und diese würde in der Region benötigt.

Die Regierungspräsidentin wies darauf hin, dass die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt auf Hochtouren laufen. Im Juni würden die Bauarbeiten rund um den Schlossgarten und Rathausvorplatz starten. Die Maßnahme soll im Juli 2020 abgeschlossen sein.

Umfassender Zukunftsplan

Die Sanierung und Wiederbelebung der Stadtmitte ist Teil eines umfassenden Zukunftsplans. Dazu gehören auch die Beseitigung und Neunutzung von Leerstand, die Ausweisung neuer Baugebiete, die Neugestaltung rund um das Quartier "Schwarzes Kreuz", bis hin zur Betreuung der Senioren im Projekt "In der Heimat wohnen".

Letztlich stellte Weber klar, dass diese Projekte niemals ohne die Unterstützung der Staatsregierung hätten verwirklicht werden können. So ist es Teuschnitz trotz knapper Haushaltslage gelungen, rund vier Millionen Euro für die umfassenden städtebaulichen Maßnahmen aufzubringen. Die Neugestaltung der Ortsmitte basiert auf einem Planungswettbewerb, der 2015 durch die Stadt ausgelobt wurde.

Der erste Bauabschnitt umfasse Gesamtkosten in Höhe von knapp zwei Millionen Euro, die die Städtebauförderung mit Finanzhilfen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" unterstützt.