Zugleich gab Vorsitzender Herbert Schneider bekannt, dass für die Stadt Kronach als Nachrücker Stadtrat Michael Zwingmann als zukünftiger Verbandsrat bestellt wurde. Für Verbandsrat Winfried Lebok wurde Jens Schick als Stellvertreter bestellt. Der Verbandsvorsitzende Schneider dankte Hans Georg Simon für sein jahrelanges Engagement im AWV. Die Jahresrechnung 2014 wurde ohne Beanstandung festgestellt. In vier Sitzungen prüfte der Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Egon Herrmann. Nach dessen kurzen Bericht wurde die Entlastung erteilt. Herbert Schneider informierte über die rechtsaufsichtliche Genehmigung des Haushaltsplans und Satzung für das Haushaltsjahr 2015. Die Haushaltssatzung enthält Kreditaufnahmen in Höhe von 820 000 Euro, weshalb die rechtsaufsichtliche Genehmigung erforderlich war. Die Festsetzung der Kassenkredite mit 150 000 Euro liegt innerhalb des gesetzlich vorgeschlagenen Rahmens.


Verschuldung 1,531 Millionen Euro

Der Haushaltsausgleich ist gewährleistet, die Betriebs- und Investitionskostenumlage wurden entsprechend der Verbandssatzung festgesetzt. Im Haushaltsjahr 2015 ergibt sich unter Berücksichtigung der ordentlichen Tilgung eine Nettoneuverschuldung von 787 000 Euro. Der Schuldenstand weist zum Ende des Haushaltsjahres 31. Dezember 2015 eine Gesamtverschuldung von 1,531 Millionen Euro auf. Die dauernde Leistungsfähigkeit ist für das Haushaltsjahr 2015 und für die Folgejahre des Finanzplanungszeitraums bis einschließlich 2018 gegeben.
Einstimmig beschloss die Verbandsversammlung, den kalkulatorischen Zinssatz auf 2,14 Prozent bis einschließlich 2018 festzulegen. Die Vertreter des Ingenieurbüros SRP Kronach, Stefan Ströhlein und Walter Brandner, verwiesen auf einige notwendige Kanalisierungsmaßnahmen für den Zeitraum ab 2016. Im Interesse einer kontinuierlichen Bearbeitung von Kanalschäden und den damit einhergehenden Fremdwasserzuflüssen wurde empfohlen, die noch abschließenden Bereiche zu sanieren. Dabei wurden die lokalen Problembereiche gezielt angesprochen und beschlossen, dass das Ingenieurbüro SRP den Auftrag für die weitere Planung von zwei Varianten, einmal Theisenort-Johannisthal und alternativ Bahnhof Küps in Richtung B 173, erhält. Ebenfalls wurde das Ingenieurbüro SRP Kronach mit der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für die Erneuerung der Schaltanlagen der Außenstellen Oberlangenstadt, Hummendorf, Schmölz und Hain, beauftragt. Das Konzept und die Kosten sind in einer der nächsten Sitzungen vorzustellen. Die Notwendigkeit hierfür sahen die Verbandsräte aufgrund eines Prüfungsberichtes, in dem es heißt, dass alle Pumpwerke im Wesentlichen aus der Gründungszeit des AWV (Ende der 1970er-Jahre) mit Erweiterung für die Fernwirktechnik (FWT) aus den 1990er-Jahren stammen.
Die Schaltanlagen seien generell in einem schlechten Zustand, Durchrostungen, fehlender Blitzschutz, offene Klemmen, fehlende Dokumentation, Feuchtschäden usw. prägten das Bild. Auch in der Kläranlage besteht wohl Handlungsbedarf bei der Fremdwasser-Messung. Ein Sachverständiger habe Überschreitungen der zugelassenen Werte festgestellt. Walter Brandner erklärte dazu, dass man dies nochmals genau überprüfen lassen müsse, denn seiner Meinung nach liege dies an unsachgemäßen Messwerten: Um genaue Messergebnisse zu erhalten, müssten wohl bauliche Veränderungen vorgenommen werden.
Verbandsrat Winfried Lebok plädierte dafür, dies in Ordnung zu bringen. Die Jahresschlusssitzung nahmen Vorsitzender Herbert Schneider und der stellvertretende Vorsitzende Egon Herrmann zum Anlass, allen am Abwasserverband Kronach-Süd beteiligten Räten, Behörden, dem Ingenieurbüro und den Mitarbeitern großen Dank für die gute Zusammenarbeit auszusprechen.