Im Januar steigt saisonal bedingt die Arbeitslosigkeit an. Nach einem moderaten Anstieg im Dezember ist mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit um 2 562 Personen oder 20,2 Prozent in diesem Monat eine typisch jahreszeitlich bedingte Steigerung zu verzeichnen. Im Januar 2013 lag der monatliche Anstieg bei 20,4 Prozent. Insgesamt 15 232 Menschen waren in diesem Monat arbeitslos. Diese Zahl entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent.

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein: "Jedes Jahr registrieren wir im Januar den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dieser Ausschlag beruht darauf, dass in den Außenberufen die Aktivitäten mehr oder weniger stark zurückgefahren werden, Arbeitskräfte in der saisonabhängigen Gastronomie freigesetzt wurden und befristete Arbeitsverträge endeten. Erfreulicherweise wird aber auch in diesem Monat der grundsätzlich positive Trend unseres Arbeitsmarktes bestätigt. Unsere Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Januar 2013. Dies beruht auf einem Zuwachs bei der Zahl der Erwerbstätigen."


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigungsquote ist trotz zahlreicher Fortbildungsmaßnahmen mit 5,8 Prozent genauso hoch wie im Vorjahr. Mit der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, aber dennoch in keinem regulären Beschäftigungsverhältnis ste-hen, wie Teilnehmer an beruflichen Bildungsmaßnahmen oder Personen in Altersteilzeit.

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst folgende Gebietskörperschaften: Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels.

Im Januar wurden der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg 970 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Dies sind 14,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Bestand an offenen Stellen lag mit 3299 um etwa ein Fünftel höher als im Januar vergangenen Jahres. Die berufsfachlichen Strukturen von Arbeitslosen und gemeldeten Arbeitsstellen und deren Veränderungen lassen mögliche Chancen und Grenzen für eine Arbeitsaufnahme erkennen. Charakteristisch für diese Jahreszeit ist, dass in diesem Mo-nat rein rechnerisch 10,5 Arbeitslose aus dem Bereich Land-, Forst-, Tierwirtschaft und Gartenbau auf eine freie Arbeitsstelle in diesem Bereich kamen. Im Bereich Industrie wurde ein Verhältnis von 1 zu 2,5 ermittelt, was bedeutet, dass die 3344 arbeitslosen Menschen, die dem Bereich Produktion und Fertigung zugerechnet wurden, 1351 gemeldeten Arbeitsstellen gegenüberstanden.

In den Jobcentern hat, wenngleich quantitativ nicht so stark ausgeprägt, ebenfalls die saisonale Arbeitslosigkeit ihre Spuren hinterlassen. Gegenüber dem Vormonat verzeichneten sie 340 mehr arbeitslose Menschen. In den sieben Jobcentern waren damit 6281 Personen als arbeitslos registriert. Dies entspricht einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 5,7 Prozent. Gegenüber Januar 2013 war eine Zunahme der Beschäftigungslosigkeit um 1,1 Prozent (entspricht 67 Personen) zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Landkreis Kronach gegenüber dem Vormonat um 397 auf 2016. Gegenüber dem Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat bei 5,2 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent).


88 Stellenangebote

Aus dem Landkreis Kronach gingen im Januar 88 Stellenangebote ein, das sind 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Januar waren 415 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 34. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 31 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 95 neue Arbeitsstellen, das waren neun mehr als vor einem Jahr. Im Januar wurden 130 Arbeitsstellen abgemeldet, 26 mehr als im Vorjahr. red