Der starke Wind bestimmte die diesjährige Fackelfloßfahrt "Rodach in Flammen". Nachdem man bis Mitte der Woche noch um den lange ersehnten Regem gezittert hatte, war nach vielen heißen Tagen das Thermometer stark gesunken, der starke Wind kam noch hinzu. Die Flößer bewiesen aber erneut, dass sie harte Burschen sind und chauffierten die Gäste in gut einer halben Stunde vom Startpunkt Schnappenhammer zum Festplatz am Willi-Schreiber-Flößerhaus.

Auf die Frage eines Zuschauers, wann es denn endlich losgehe, meinte ein alter Flößer: "Gleich, oder besser gesagt sofort. Der Wasserstand sinkt ja schon, für uns ein Zeichen, dass die anderen Wehre schon geöffnet sind." Es dauert dann auch nicht mehr lange, bis der Floßmeister das Zeichen gibt und die Bretter des Startwehres gezogen werden.

"Da gibt es ein ausgeklügeltes System, das man schon Jahrzehnte anwendet. Die langen Holzflöße sind schneller als das Wasser. Deshalb wird man mit dem Restwasser aus Schnappenhammer zum Ziel beim Flößerhaus gebracht", versucht er am Rand den Zuschauern noch zu erklären.


Ein Besuchermagnet

Trotz der mäßigen Temperaturen entpuppte sich der Bereich des Flößerhauses wieder als Besuchermagnet. Bei der Ankunft hatte dann auch die Dunkelheit eingesetzt, und das Flößerspektakel "Rodach in Flammen" wurde mit den vielen Fackeln auf den Flößen und an der Floßlände seinem Namen wieder gerecht.

Verbunden mit dem Kirchweihfest war die Floßfackelfahrt am Samstag wieder der Höhepunkt des Fests. Knapp 500 Gäste brachten die Flößer auf den Holzstämmen sicher ans Ziel. Dort wurden diese unter den Klängen des Musikvereins Wallenfels empfangen. Altbürgermeister Peter Hänel trat als Solosänger unter Begleitung des Musikvereins auf und sang gekonnt das Flößerlied. Viele der Besucher bevorzugten nach der Ankunft der Flosse aber das warme Bierzelt, anstelle wie sonst im Außenbereich zu verweilen.