Bei Kaiserwetter drängten die Besucherscharen ins Paradies, Die Tänze der KWG-Zecher machten große Freude und zogen Neugierige an. Doch um auch deren Durst und Appetit auf die Kirmesköstlichkeiten stillen zu können, mussten die Tänzer vorzeitig zwangsläufig den Paradiesplatz räumen, um für die Besucher Sitzplätze zu schaffen, doch auch die reichten nicht aus, um den Hunderten von Besuchern einen Sitzplatz zu bieten.

Doch bevor es soweit war, zogen, vom Musikverein angeführt, die KWG und die örtlichen Vereine unter Begleitung eines Oldtimer-Korsos zum großen Festzug durch das Bierdorf.

Einzigartig in Weißenbrunn ist, dass am steinernen Wahrzeichen, der Jungferkättl, einer über dem Dorfbrunnen thronenden Jungfrau, ein Bierstopp gemacht wird. Aus dem Busen der Jungferkättl fließt nämlich nur zum Festzug das Bier in Strömen und auch hier versuchte jeder von den Besuchermassen, einen Schluck des edlen Gerstensaftes zu erhaschen.

Der Vorsitzende der KWG, Bernd Redwitz, der Kerwa-Bürgermeister David Gödel und ihre hübschen Wirtinnen hatten alle Hände voll zu tun und wen wundert's, der Busen brachte nach wenigen Minuten keinen Tropfen Bier mehr ans Tageslicht. Auch die Jungfrau war diesem Ansturm nicht gewachsen. Hinter vorgehaltener Hand wurde natürlich die Realität preisgegeben "das 30 Liter Bierfass von dem der Jungfrau-Busen das Bier abzapft, war diesmal schnell leer", flüsterten sich die Einheimischen augenzwinkernd zu.

Dennoch strömten alle froh gelaunt ins Paradies zu den Tanzaufführungen unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Weißenbrunn unter Leitung von Marco Plitzner. Hier gab es heuer ein Novum. Erstmals führten die Zecher einen für die Kerwa einstudierten heißen Rock vor und das Publikum ging begeistert mit - es herrschte Bombenstimmung im ohnehin emotional glühenden Paradies.