Ein hartes Stück Arbeit lag am Donnerstagvormittag hinter den Brandschützern sowie den Einsatzkräften von Rotem Kreuz, THW und Polizei. Zwar war der Waldbrand am Hang zwischen Zeyern und Erlabrück nach rund zwei Stunden Löscharbeiten am Mittwoch unter Kontrolle gebracht, doch die Nachlöscharbeiten - die Bekämpfung von Brandnestern in Stöcken und im Boden - zogen sich bis weit in den gestrigen Tag hinein.

"Der Brand war schwer zu lokalisieren", berichtete Einsatzleiter und Kreisbrandrat (KBR) Jo achim Ranzenberger auf unsere Anfrage. Gegen 18.10 Uhr war das Feuer gemeldet worden. Eine Rauchsäule über den Bäumen war bald weithin zu sehen. Allerdings lag der Brandherd inmitten des Waldes an einem schwer zugänglichen Hang, und die Ursache der Rauchentwicklung war anfangs unklar.

"Circa um 18.30 Uhr erfolgte die Alarmierung", blickte Ranzenberger am Donnerstag zurück. Die Feuerwehren Steinwiesen, Zeyern, Marktrodach und Neufang sowie ein "Tanker" aus Kronach rückten in der ersten Welle gemeinsam mit THW und Rotem Kreuz an. Als Ablösung kamen später Aktive der Feuerwehren Wallenfels und Birnbaum hinzu. "Insgesamt dürften an die 180 Einsatzkräfte vor Ort gewesen sein", bilanziert der KBR.


Neuanpflanzung brannte

Bereits gegen 20.30 Uhr hätten die Brandschützer das Feuer im Griff gehabt. Daher konnte auch auf einen zwischenzeitlich angedachten Löscheinsatz aus der Luft verzichtet werden. Die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß" verfolgte dennoch zeitweise von oben das Geschehen. Die vom Feuer betroffene Fläche schätzte Ranzenberger auf etwa 3500 Quadratmeter. Es habe sich um eine Neuanpflanzung ohne Stammholz an einem Hang gehandelt. Das Gebiet sei für die Brandschützer am besten über Neufang/Tempenberg zu erreichen gewesen.

Der Einsatz selbst sei hervorragend abgelaufen, die beteiligten Hilfsorganisationen hätten wie ein Rädchen ins andere gegriffen. Auch die schwierige Wasserversorgung sei gut gemeistert worden. Dazu habe unter anderem die schnelle und unkomplizierte Unterstützung durch mehrere Landwirte beigetragen, die das Löschmittel in Güllefässern angeliefert haben. Aus einem Faltbehälter sei das Wasser dann zur Einsatzstelle gepumpt worden.
Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen übernommen. Wie das Polizeipräsidium Bayreuth auf unsere Anfrage mitteilte, lagen gestern jedoch noch keine Erkenntnisse zur Brandursache vor.