"Meisterlicher Gesang" wurde den Besuchern des Sommerkonzerts im Wallenfelser Kulturzentrum geboten. Neben dem Musikverein Wallenfels hatte die gastgebende "Cäcilia 1885" zwei Gastvereine eingeladen: den Chor "Canta Nova" aus Kleinheubach unter der Leitung von Frank Deckelmann, sowie den vielfach ausgezeichneten "Chor 84 Obertshausen" aus Obertshausen in Hessen unter der Leitung von Martin Trageser.
Beide Chöre überzeugten die Zuhörer im voll besetzten Saal des Kulturzentrums mit einer beeindruckenden gesanglichen und facettenreichen Darbietung.

Den musikalischen Auftakt des Abends machte die "Cäcilia 1885" Wallenfels mit dem Lied "Willkommen". Nach der Begrüßung durch Vorsitzenden Uwe Eger setzten zunächst die Gäste aus Kleinheubach das Programm fort.
Mit dem heiteren "Geht es Dir gut" und der Ballade "Weit, weit weg" im alpenländischen Dialekt, demonstrierten sie ihr hohes gesangliches Niveau.

Den Hauch Afrikas bekamen die Zuhörer bei dem in afrikanischer Dynamik interpretierten Lied "Siyahamba" - ein Aufruf gegen die Apartheid - zu spüren.

Hockkarätig ging es weiter mit dem Chor "84 Obertshausen". Das achtstimmig vorgetragene amerikanische Volkslied "Shenandoah" forderte der stimmgewaltigen Formation höchste Konzentration ab.

Die Chorsatire "Zeichen und Wunder" sowie die Popballade "Viva la Vida", in siebenstimmiger Version, sorgten bei den Zuhörern ebenso für Begeisterung. Alle Stücke wurden auswendig einstudiert.

Nach den zwei Gastchören präsentierte sich der Musikverein Wallenfels unter der Leitung seines Dirigenten Erich Hager mit dem "Frankenlied - Marsch", dem Marsch "Spielmannsgruß" und dem allseits bekannten "Glück auf" .

"Kathrin" im kölschen Dialekt

Mit "Girls Girls Girls" aus dem Jahr 1976 und "Umbala" überzeugten die Gäste aus Obertshausen die Zuhörer erneut von ihrem Können. Das Lied besteht lediglich aus einer zusammenhangslosen Aneinanderreihung von Texten und erinnert am ehesten an ein afrikanisches Volkslied. Es folgten der Hit "An Tagen wie diesen" und "Katrin" makellos im kölschen Originaldialekt vorgetragen, mit einer überwältigenden Solodarbietung von Bernd Conrad.

Mit dem Stück "Senzenina", einer bekannten südafrikanischen Hymne gegen die Apartheid, verabschiedete sich dieser Chor von seinem Publikum. Das sehr gefühlvoll vorgetragene Lied mit einem Solo von Martin Wehner sorgte bei allen Zuhörern für Gänsehaut.

Weiter im Programm ging es dann mit "Gabriellas Song". Die viel Herzblut vorgetragene Ballade der Gäste aus Kleinheubach ließ keinen im Saal unberührt.

Mit dem "Earth Song" und "Adiemus" von Karl Jenkins, jeweils mit einem brillanten Solo von Fumiaki Nishiya, präsentierte der Chor unter der Leitung von Frank Deckelmann zwei weitere emotionale Höhenpunkte an diesem Abend.

Eine Überraschung gab es noch: bei "Tears in Heaven" brillierte Peter Hänel als Solist beim Gastchor aus Unterfranken, was von den Besuchern mit einem Sonderapplaus belohnt wurde. Mit dem Lied verbindet den langjährigen Wallenfelser Bürgermeister eine ganz persönliche Geschichte.

Für das Lied "Mama Loo" stand "Canta Nova" und der "Cäcilia 1885" abschließend gemeinsam auf der Bühne, bevor der Musikverein Wallenfels mit drei weiteren Musikstücken den offiziellen Teil des Abends ausklingen ließ.