Sie staunte nicht schlecht und dachte nur, was ist da denn vom Himmel gefallen? Ein unbekanntes Flugobjekt brachte Carol Jakob aus Friesen in Aufregung. Carol Jakob findet auf ihrer Wiese bei Friesen einen abgestürzten Wetterballon. Unweit ihres Hauses im Trebesgrund bei Friesen erlebte die Hausfrau am Wochenende eine große Überraschung. Ihr ist im wahrsten Sinne des Wortes ein meteorologisches Hilfsgerät zugeflogen.
Ein Wetterballon misst nämlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, bestimmt die Windrichtung und Windgeschwindigkeit. Dazu sind an dem unscheinbaren Ballon der mit Helium gefüllt ist, kleine Messgeräte installiert. Der Ballon selbst besteht aus feinem Gummi und hat ein Eigengewicht von 200 Gramm. Die Sonde mit Messgeräten wird in genügend Abstand vom Wetterballon angebracht, denn der ist sehr empfindlich. Wegen des mit zunehmender Höhe nachlassenden Luftdrucks kann sich der Ballon auf einen Durchmesser von über zwölf Metern ausdehnen. Am Boden hat er einen Durchmesser von rund zwei Metern.


Radiosonden

Ausgestattet ist der Wetterballon mit Radiosonden, die ihre Ergebnisse auf den Boden zur Wetterwarte senden. Täglich werden etwa 3000 solcher Wetterballons von Wetterstationen oder Wetterschiffen aus in die Erdatmosphäre in die Bereiche Troposphäre und Stratosphäre gesandt. Der Wetterballon von Carol Jakob kam von der Wetterstation Meinungen - aufgelassen aus einer Höhe von 32 242 Metern - zurück auf die Erde und landete unweit vom Wohnhaus von Carol Jakob im Trebesgrund. Die erste Besichtigung kam ihr vor, als wäre ein Ufo (unbekanntes Flugobjekt) auf ihrer Wiese gelandet. Doch nach näherer Untersuchung wurde sie durch eine angebrachte Banderole mit aufgeschriebenen Erklärungen versorgt und informiert. Die angebrachte Radiosonde wurde vom Deutschen Wetterdienst zur Messung von Wetterdaten entsandt, hieß es dort und es war auch eine Telefonnummer angegeben an die sich der Finder für weitere Informationen wenden könne.


An der A 73 geplatzt

Auch bei Schadensfällen kann man sich dorthin wenden. Ein Anruf bei der Wetterstation Meiningen brachte vollständige Klarheit. Dort konnte man Carol Jakob Auskunft darüber geben, dass ihr Ballon gegen 10.45 Uhr am Freitag in Meiningen gestartet war und dieser in einer Höhe von über 32 Kilometer über der Autobahnauffahrt Eisfeld an der A 73 geplatzt ist. Es öffnete sich ein Sicherheitsfallschirm, der den Ballon dann sanft zu Boden brachte. Es war alles wieder gut. Nun darf sie sogar nach fachgerechter Entsorgung der Batterien das außergewöhnliche Flugobjekt als Andenken bei sich behalten. Als Dankeschön für das überraschende Geschenk hat sie vereinbart, ein selbst gebasteltes Flugzeugmodell an die Wetterstation zu senden, dies hat man dort mit großer Freude vernommen, so Carol Jakob lachend.