Die Fanfaren des Spielmannzuges aus Nordhalben sind aus der Oberen Stadt zu hören. Das bedeutet in Kronach: Es ist wieder Viertelmeistertag. Frauen und Männer in historischen Gewändern huschen über das Pflaster, machen sich auf, um vom Melchior-Otto-Platz über die Lucas-Cranach-Straße zur Alten Markthalle zu ziehen, wo die Viertelmeister Stefan Wicklein, Markus Steller, Jens Schick und Jürgen Ditsche ihren "Eyd" auf ihre Amtshauptmannschaft Kronach leisten sollten.

Endlich machen sie sich auf, haben sie doch bis dahin nur auf einen gewartet, ohne den es wohl aber keinen Viertelmeistertag gegeben hätte: Stadtvogt Hans Götz. Mit etwas Verspätung angekommen, zog er mit den historischen Bürgerinnen und Bürgern und selbstverständlich den Viertelmeistern hinter den Musikern aus Nordhalben zur ersten Station in der Lucas-Cranach-Straße: Am Ehrenmal der Kunigunden-Maß in wurde Halt gemacht, um nicht nur der besonderen Kronacher Maßeinheit, sondern auch deren Namensgeberin und Bistumsgründerin zu gedenken.

Bräu Thomas Kaiser hatte dazu ein Fass Bier dabei und ließ es von Christa Franz anstechen. Und dann durfte jeder, der ein Trinkgefäß zur Hand hatte, auf das Wohl des Hochstiftes Bamberg und der Stadt des Bischofs anstoßen.

Hinterher berichteten die Viertelmeister in der Alten Markthalle aus historischen Blickwinkeln über die Vorkommnise in ihren Vierteln.

Und dabei war eines ganz neu: erstmals lauschte eine Oberbügermeisterin ihren Worten. Angela Hofmann vertrat nämlich diesmal den historischen Oberbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein - selbstverständlich in einem historischen Gewand.

Ob die Viertelmeister erneut vereidigt wurden und was sonst noch beim Viertelmeistertag passierte, lesen Sie ausführlich in unserer Montagsausgabe.