Die Familie Appel zeigte am "Tag des offenen Bauernhofs" in Effelter die Vielseitigkeit an Produktionszweigen und Erzeugnissen in der Landwirtschaft. Drei Millionen Euro haben die Appels in den vergangen Jahren in den Hof investiert. Sie stehen damit auf mehreren Standbeinen, die aber alle ihre Erzeugnisse aus der Natur gewinnen.

Der "Tag des offenen Hofes" begann mit einem beeindruckenden Festgottesdienst, zelebriert von Dekan Michael Dotzauer. Schon zu diesem Zeitpunkt am frühen Sonntagmorgen war klar: Es wird auch ein Tag des Besucherrekords. Die Maschinenhalle als Ort für den kirchlichen Teil des Tages war bereits großartig gefüllt. Später wurde das Gebäude zur Festhalle, und der Musikverein Effelter unter Leitung von Klemens Löffler, spielte nach der Messe auch zum Frühschoppen auf.

Ob kleine oder große, junge oder alte Besucher - ihr Interesse an der umfangreichen Ausstellung von Landmaschinentechnik, Tieren und Produkten aus der Landwirtschaft war riesengroß. BBV-Kreisobmann Erwin Schwarz brachte es auf den Punkt: "Die Landwirtschaft ist der wichtigste und der schönste Beruf in der Gesellschaft. Ohne Landwirtschaft gäbe es keine Pflege der Kulturlandschaft und nicht ausreichend Nahrungsmittel."


Rundgang auf dem Appel-Hof

Auch stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (CSU) unterstrich die Wichtigkeit der Landwirtschaft für den Landkreis und seine Bewohner. Er dankte der Familie Appel und allen Landwirten im Landkreis für ihr Engagement bei der Energie- und Nahrungsmittelerzeugung und der Pflege der Kulturlandschaft. Er versicherte, dass der Landkreis stolz auf seine Landwirte sei und diese in allen Belangen unterstützen werde.

Bei einem Rundgang stellte Marcus Appel seitens der Betriebs- und Hofinhaber-Familie die Vielseitigkeit am Appels-Hof vor. Von der Biogasanlage und der Photovoltaikanlage, die umweltschonend Energie liefern, über den Milchkuhstall mit Melkroboter bis hin zu technischen Geräten für den Einsatz auf dem Feld und im Wald wurde alles geboten, womit die Landwirtschaft die Menschen heute mit ihren Erzeugnissen glücklich machen kann.

Die stellvertretende Kreisbäuerin, Marina Herr, zeigte die Kompetenz der Bauern auch in der Nahrungsmittelverwendung auf. Statt zu verschwenden, gebe es zahlreiche Möglichkeiten, Reste wiederzuverwerten.


Rätsel für die Prominenz

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach hatte für Ernährungstipps und Einsparmöglichkeiten im Einkauf eine Beratungsstelle eingerichtet. BBV-Kreisobmann Schwarz sowie Kreisbäuerin Rosa Zehnter führten die Ehrengäste zu Produkten des Feldanbaus. "Jetzt können sie selbst fühlen, tasten, riechen und erkennen, um welche Feldfrüchte es sich handelt", sagte Schwarz zum stellvertretenden Landrat Wunder sowie zu MdL Jürgen Baumgärtner (CSU). Er gab aber vorsichtshalber selbst gleich die Lösungen bekannt. "Triticale, Gerste, Weizen, Raps und Roggen werden derzeit am häufigsten in der Region angebaut und geerntet", erklärte der Kreisobmann.

Während des Rundgangs füllten sich Halle und Hof immer mehr mit Interessenten. Es war ein großartiger Informationstag für die hiesige Bevölkerung die in dieser Vielfalt Technik, Tiere und Natur in Einklang kaum anderswo so vorfinden werde, waren sich die Verantwortlichen einig. "Effelter wird seinem Ruf als Bioenergiedorf und Landwirtschaftsstandort vollauf gerecht", so der Kommentar von Jürgen Baumgärtner.