Eine kreisförmige Urnengräberanlage mit 17 Grabplätzen entsteht zurzeit im Unterrodacher Friedhof in der Nähe des Ehrenmals. Damit folgt man dem Trend, die Grabpflege weniger aufwendig zu gestalten. Der Bau ist aber doch etwas aufwendig, weil eine Sandsteinmauer abgetragen werden muss, der dahinter liegende Hang wird befestigt und dann werden die Quader wieder neu gesetzt.


Die großen Bäume stören

Die Urnengräber waren nicht der einzige Punkt im Unterrodacher Friedhof. Die großen Bäume stören eine ganze Reihe von Trauernden. Erstens beschädigt das Wurzelwerk Grabstellen und den Weg, zweitens fällt im Herbst viel Laub auf die Gräber. Eine Sisyphosarbeit für die Hinterbliebenen. Viele Bürger haben bereits gefordert, dass die Bäume beseitigt werden müssen. Bürgermeister Norbert Gräbner meinte, dass der Marktgemeinderat bald eine generelle Entscheidung treffen müsse, denn es seien damals auch nicht die richtigen "Friedhofsbäume" gepflanzt worden. Es ist auch eine Terrassierung bei den Gräberreihen zwischen Weg und Straße nötig. Teilweise haben Hinterbliebene Steinmauern oder Palisaden errichtet. Mit einem Rollstuhl kommt man gar nicht an die höher gelegenen Gräber.

Einige hunderttausend Euro hat die Marktgemeinde bereits in die Kläranlage investiert. Doch es stehen weitere Ausgaben an. Der Vorrechen wurde bereits ausgetauscht, weil er zu viel durchließ. Auch der Räumer wurde ersetzt. Jetzt soll eine beheizbare Räumerlaufbahn dafür sorgen, dass die Klärwärter im Winter nicht teure Chemie, die dazu noch den Beton angreift, einsetzen müssen. Die Steuerungstechnik soll ebenfalls erneuert werden. Die Reinigungsleistung der Kläranlage ist laut Bürgermeister Gräbner sehr gut. Es fließt nur sauberes Wasser in die Rodach. Und der Klärschlamm, der gepresst wird, hat eine so gute Qualität, dass er eigentlich als Humus verkauft werden könnte. Trotzdem muss er durch eine Fachfirma entsorgt werden. Die Kanalsanierung bleibt eine Daueraufgabe.


Firma will erweitern

Bürgermeister Gräbner zeigte den Gemeinderäten auch die Freifläche, die die Firma Joerg für eine Erweiterung nutzen will, was den energischen Protest der Anwohner hervorruft. Es wird vor allem mit mehr größeren Lastern gerechnet, weil das Lager der Firma in Wallenfels nicht mehr von diesen Lastern angesteuert wird. Die Baugenehmigung aus dem Jahr 2002 sei inzwischen verfallen, informierte der Bürgermeister. Ein Nachbar habe seinerzeit die Baugenehmigung angefochten, aber vor Gericht verloren. Einige Marktgemeinderäte zeigten ihr Unverständnis gegenüber den Bürgerprotesten, denn die Firma sei schon vor dem Bau von etlichen Wohnhäusern dort ansässig gewesen. Die Häuslebauer hätten somit gewusst, auf was sie sich einlassen. Bei einer Informationsversammlung am 24. Juli will die Firma im Rahmen einer Mediation über ihr Bauvorhaben informieren. Am 28. Juli wird der Marktgemeinderat in seiner Sitzung über das Bauvorhaben entscheiden.

Da dem Markt die Teilhauptschule abhanden gekommen ist, muss auch die Außensportanlage abgespeckt werden. Das kostet trotzdem eine sechsstellige Summe. Aber man erhält einen hohen Zuschuss. Zwischen Schulgebäude und Hochwasserdamm gibt es genügend Platz. Die Wiese dort soll nun in den Sommerferien zum Sportgelände umfunktioniert werden. In den Ferien deshalb, weil große Maschinen zum Einsatz kommen, die die Schüler stören könnten. "Wir warten täglich auf den Bescheid", sagte Bürgermeister Gräbner bei der Besichtigungsfahrt.


Dach muss saniert werden

Auf dem Feuerwehrhaus in Seibelsdorf bröseln die Dachziegel und müssen dringend ersetzt werden. Eventuell sind auch Balken auszutauschen. Die Investition werde auf zwei Haushaltsjahre verteilt, sagte Bürgermeister Gräbner. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es mehrere unansehnliche Gebäude. Man könne die Besitzer nicht daran hindern, ihr Eigentum verfallen zu lassen. Nur wenn die Bauwerke einsturzgefährdet seien, wie bei einem Haus, werde durch das Landratsamt eine Ersatzvornahme anordnen. Das sei jetzt bei diesem Haus passiert. Nur der große Steinhaufen, der übrig geblieben ist, stört.

Im Neubaugebiet Bühl IV in Oberrodach werden 14 Parzellen erschlossen. Elf ernsthafte Bewerber gibt es bereits. "Wir vergeben einen nach dem anderen", informierte der Bürgermeister. Die Erschließungsplanung laufe. Er rechne mit einem Quadratmeterpreis von etwa 60 Euro. Im neuen Baugebiet wird bei der Kanalisation ein Trennsystem errichtet, das heißt, Regen- und Schmutzwasser werden getrennt. Bei der Kamerabefahrung sind einige Schäden im Kanalnetz festgestellt worden, die behoben werden sollen.


Gesundheitszentrum entsteht

Im Gewerbegebiet Gries II beim neuen Rewe soll auf drei Etagen ein Gesundheitszentrum mit Arztpraxen, Drogeriemarkt und Betreutem Wohnen entstehen. "Wir haben einen Investor, der das baut und Leute, die reingehen", freute sich Bürgermeister Gräbner.

Die Bachmauern in der St. Sebastiansstraße und Bahnhofsstraße in Zeyern sind dringend sanierungsbedürftig. Die Mauersteine drohen, in den Bach zu fallen. Ursache ist, dass die Mauersteine auf einen Balken gesetzt sind. Der ist durch extremes Niedrigwasser trocken geworden und verrottet. Nun fällt die Mauer zusammen.

Das ehemalige Schulhaus in Zeyern ist zu einem unansehnlichen Schandfleck geworden. Die Gemeinde hat das Gebäude an einen Investor verkauft, der Wohnungen darin einrichten wollte. Doch die Sanierungsarbeiten, die begonnen wurden, stocken seit geraumer Zeit, Fenster sind offen und das Gebäudeinnere somit der Witterung ausgesetzt.