Bei einem Unfall auf der gesperrten Kreisstraße 3 zwischen der Fehnenscheidmühle und Gifting ist der Fahrer eines Baustellenlasters aus dem Ilmkreis am Mittwoch kurz nach 13 Uhr leicht verletzt worden. Er wurde in die Helios Frankenwaldklinik gebracht.

Die Kreisstraße 3 zwischen der Fehnenschneidmühle und Gifting ist seit fast einem Jahr total gesperrt, weil sie aufwendig ausgebaut wird. Der Fahrer eines Baustellenlasters wollte am Mittwoch kurz nach 13 Uhr Schotter abkippen. Dabei fuhr er zwischen Kugelmühle und Felsmühle sehr nah an den linken Fahrbahnrand und damit auch nah an die steile Böschung zum Kremnitzfluss. Als der Fahrer die Ladung abkippen wollte und die Ladefläche sich langsam aufstellte, kippte das Gefährt nach links um. Die Lademulde und der meiste Schotter landeten im Fluss. Das Führerhaus blieb fast kopfüber an der Böschung hängen. Der Fahrer wurde beim Sturz leicht verletzt.

Ein große Zahl an Rettungskräften von Feuerwehr, Rotem Kreuz und THW wurde an die Unglücksstelle beordert. Diese konnte nur aus Richtung Gifting angefahren werden, weil die Stützmauer bei der Fehnenschneidmühle in der Nähe der Staatsstraße 2200 zurzeit erneuert wird. Also musste die Feuerwehr Wilhelmsthal den extra für sie ausgeschilderten Notfallweg von Hesselbach durch den Wald nach Geschwend und Gifting nehmen. Am Unglücksort errichteten die Feuerwehrleute aus Wilhelmsthal und Pressig eine Ölsperre im Kremnitzfluss, weil durch die Schräglage des Lasters sowohl Diesel als auch Hydrauliköl aus den Tanks tropfte. Zusätzlich wurden Auffangbehälter aufgestellt.

Die Bergungsarbeiten für das schwere Gefährt waren sehr aufwendig. Die Firma Auto-Reier, die mit mehreren Bergelastern kam, forderte einen Kran an. Zur Bergung wurde ein schwerer Autokran der Firmengruppe Barth und Reier an die Unfallstelle beordert Im Laufe des Nachmittags wurde ein großer Autokran an die Unglücksstelle beordert, der den verunglückten Laster wieder auf die Räder stellte. Zuvor hatte das Team der Firma Reier die Kardanwelle des Baustellenlasters ausgebaut, weil man das Fahrzeug abschleppen, nicht aufladen wollte. Mit Kardanwelle hätte das Unglücksfahrzeug beim Schleppen größeren Schaden am Getriebe nehmen können. Der umgekippte Laster wurde nicht so stark beschädigt, wie dies zuerst den Anschein hatte, denn die Baustellenfahrzeuge sind sehr stabil gebaut. Lediglich das Führerhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen.