Stolz posieren sie mit ihrem Schulleiter Ulrich Weiß und der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf vor der großen grünen Fahne mit dem Aufdruck "Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" für die Kamera.

Die Schülersprecher Tim Reißig und Elias Görtler sowie Nils Funk, der dem Schülerbeirat angehört, haben allen Grund stolz zu sein. Ihre Schule hat im fünften Jahr in Folge die hohe Auszeichnung erhalten.

"Umweltschule in Europa - Internationale Agenda 21-Schule" ist ein Prädikat, um das sich bayerische Schulen bewerben können. Sie müssen dazu innerhalb eines Schuljahres zwei Themenfelder aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury vorlegen.

Das Prädikat wurde heuer an mehr als 90 Schulen aus Unterfranken, Oberfranken und Teilen Mittelfrankens vergeben. Die Verleihung fand dieses Mal an der Grundschule Würzburg-Heuchelhof statt.

Müllsammel- und Säuberungsaktionen, ein Shop mit umweltfreundlichem Schulbedarf, fair gehandelte Bananen, Sammeln von Druckerpatronen - die Palette der Projekte an der Wilhelmsthaler Grundschule ist Jahr für Jahr so vielfältig wie das Thema Umwelt selbst.

Höhepunkt im vergangenen Schuljahr war eine Projektwoche, bei der sich alles um die Natur drehte. Dabei erlebten die Schüler beispielsweise bei einer Erkundungstour in der Effelter Mühle, wie früher in der Schneidmühle gearbeitet wurde.

Aus den gesägten Baumstämmen entstanden Möbel für die Terrasse ihrer Schule. Ermöglicht wurde dies durch die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Nordhalben, die die kompletten Stämme der Schule spendeten. Die ganze Woche war damals geprägt von Mitmachaktionen, Workshops und zahlreichen Angeboten.

Es wurden Gartenstecker aus Ton sowie bunte Holzfiguren gestaltet, Steine für das Schulgelände bemalt, in der Naturfarbenwerksatt gewerkelt und das Schulgelände gesäubert. Auch viele Ausflüge unternahm man - zur Fernwasserversorgung, zur Ködeltalsperre, zum Bauernhof Förtsch nach Reichenbach, zum Tropenhaus Tettau, zum Bioenergiedorf in Effelter und in die Ökostation in Helmbrechts, ebenso wie eine Fahrradtour durch den Frankenwald.