Während der Bauarbeiten herrschte größtenteils schönes Wetter, bei der Abschlussfeier am Mittwochabend gab der Winter einen Vorgeschmack darauf, was in den nächsten Monaten bevorsteht: Es war windig, es schneite und es war lausig kalt. Grund genug, das Schaufelfest nach Ende der Mauersanierung des Zeyernbachs weitgehend nach drinnen zu verlegen.

So fiel die Ansprache von Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) auch denkbar kurz aus. Und dann ging's ab in die Wirtschaft zum gemütlichen Teil. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte an den Grund der Baumaßnahme. Früher sei eine solche Mauer auf Balken gesetzt worden. Solange diese im Wasser seien, werde das Holz auch nicht morsch. Der Zeyernbach sei jedoch seit einigen Jahren im Sommer manchmal trocken gewesen. Folge: Das Holz sei zusammengebrochen, die Mauersteine darauf hätten gedroht, einzustürzen.


Die schiefe Mauer

Deshalb habe man die Sanierung der Mauer ins Auge gefasst. Zunächst nur auf einer Länge von 35 Metern in der Bahnhofsstraße. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibung hätten zu einem überteuerten Angebot geführt. Also habe man abgewartet und später eine zweite Ausschreibung gestartet. "Zum Glück hat die schiefe Mauer gehalten und ist nicht eingestürzt", meinte Gräbner. Doch bei der zweiten Ausschreibung musste man weitere Teile der Mauer austauschen. Auch in der St. Sebastian-Straße habe die Ufermauer auf einer Länge von 32,5 Metern nachgegeben. Und bei der Grünanlage, zwischen den beiden Sanierungsabschnitten, sei ebenfalls saniert worden. Auf diesen dritten Abschnitt habe man keine Förderung erhalten, wohl aber eine 70-prozentige Bezuschussung auf die beiden ersteren.

In der Bahnhofsstraße sei das Geländer schon dran, in der St. Sebastian-Straße werde, weil man ganz in der Nähe der Kirche sei, ein besonders schönes Geländer angebracht. Das dauere noch ein bisschen. Die Baufirma aus Hof habe eine sehr stabile Übergangslösung aus Holz angebracht.


Schönes Geländer

Jürgen Woll von der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamts freute sich, "dass ich einmal nicht wegen der Ortsumgehung nach Zeyern muss". Auch er wird für ein schönes Geländer entlang der B173 sorgen.