"Das ist die einzige Position, die wir nicht doppelt besetzt haben". Harald Weißbrodt, Abteilungsleiter des Bezirksligisten FC Mitwitz, hofft, dass die Folgen des Zusammenpralls, den sein Torhüter Jan Winterstein am Sonntag erlitt, nicht so schlimm sind.
Schließlich soll die Nummer Eins schnellstens wieder in den Kasten zurückkehren und nicht länger ausfallen.
Es lief die 78. Minute am Sonntag beim TSV Ebensfeld, als sich der Mitwitzer Keeper einen Ball entschlossen von oben schnappte, um dann im Luftkampf von einem Akteur der Heimelf hart angegangen zu werden. Der Schlussmann blieb verletzt liegen und musste behandelt und schließlich auch ausgewechselt werden.


Schmerzen im Nacken

"Er hat Schmerzen im Nacken und muss untersucht werden, möglicherweise muss er in die Röhre. Wir wissen noch nicht genau, was Jan hat", sagte Weißbrodt gestern Mittag.
Das Auftaktspiel sei von beiden Seiten hart ohnehin sehr geführt worden: "Beide gingen voll drauf". Es sei ein offener Schlagabtausch gewesen, bei dem der Unparteiische nach Meinung des Mitwitzer Funktionärs nicht immer den Überblick bewahrte. Weißbrodt ist in diesem Zusammenhang ganz ehrlich: "Die hätten einen klaren Elfer bekommen müssen".
Am Ende trennten sich die beiden ambitionierten Bezirksliga-Teams leistungsgerecht 1:1.
Sorgenfalten wegen eines Torwart-Engpasses gibt es aber auch beim SV Friesen. Ausgerechnet drei Tage vor dem Ernstfall musste sich Stammtorhüter Manual Fröba einer Kernspintomographie unterziehen. Doch der junge Schlussmann hatte Glück im Unglück.


Unglücklicher Zeitpunkt

Die Ärzte stellten keine größere Verletzung im linken Knie fest. Eine Sehne sei geglättet worden - trotzdem fällt er mehrere Spiele aus. Von einer Zwangspause von zwei Monaten ist die Rede.
Fröba hatte seit Monaten immer wieder Probleme mit dem Knie, dass schon im verzweifelt geführten Abstiegskampf in der Landesliga immer wieder zwickte. SVF-Spielleiter Detlef Dawel ist in diesem Zusammenhang froh, dass mit Siegfried Kirschbauer "Mister Zuverlässig" zur Verfügung steht. Der "Oldie", der eigentlich kürzer treten wollte, wurde reaktiviert und stand beim furiosen Auftaktsieg am Sonntag gegen den VfB Kulmbach bereits im Friesener Kasten (4:1). Er spielte - wie zuerwarten war - natürlich fehlerfrei.


Youngster Münch in der Kreisliga

In der Reserve, die am nächsten Sonntag in der Kreisliga Kronach beim TSF Theisenort startet, wird ein Youngster zum Zug kommen: Nico Münch, der jüngere Bruder von Bezirksliga-Stürmer André Münch, genießt das volle Vertrauen.
Und außerdem ist die Hoffnung, dass Fröba relativ schnell wieder fit wird, im Lager der "Grün-Weißen" nach dem positiv verlaufenen Eingriff am Donnerstag sehr groß.