Nur noch zwei weitere Schulen in Oberfranken, die Grundschulen St. Georgen Bayreuth und die Ivo-Hennemann-Grundschule Bad Staffelstein, konnten diese Trophäe entgegennehmen.

Es war ein schönes Bild: Eine strahlende Schulleiterin Kerstin Zapf, eine stolze Bürgermeisterin Gabi Weber (CSU) und fröhliche Kinder, die sich über das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro freuten. Sie sangen: "Eine supertolle Schule, das wird unser Teuschnitz sein".


Keine Schule wie jede andere

Doch was ist das Besondere an dieser Grundschule? Alexander Wunsch von der Regierung von Oberfranken, der zusammen mit Vanessa Ziegler vom Bildungspakt Bayern die Preisverleihung vornahm, bezeichnete die Grundschule Teuschnitz als eine gelungene Schullandschaft, in der die Schüler individuell gefördert werden und gleichzeitig ein intensiver Gemeinschaftssinn entwickelt wird.

Rektorin Kerstin Zapf betonte, dass das Verständnis des Schullebens durch die aktive Mitarbeit aller geprägt sei. "Wir fühlen uns hier wohl." Es werde darauf geachtet, dass die beschlossenen Maßnahmen auch durchgeführt werden. Die Schüler würden am Entwicklungsprozess mit beteiligt.

Was die Schule hervorhebt, das stellten einige Schülerinnen heraus. Selina Daum, die rund 90 Bücher im Jahr liest, betreut die Schülerbücherei. Von Zeit zu Zeit würden Autoren eingeladen, zudem fungierten Viertklässler als Lesepaten für die Erstklässler, berichtete sie.

Leonie Raab, Michelle Schuberth und Julia Rebhan sprachen davon, dass sich die Bildungseinrichtung zu einer Umwelt- und Gesundheitsschule entwickelt habe. So würden im Lauf des Jahres immer wieder gemeinsame Mahlzeiten veranstaltet. Das Projekt "Klimafrühstück" sei durchgeführt worden. Zudem werde zum Thema "Klimawandel" referiert und sich mit dem Energiewandel beschäftigt. Auch im Mehrgenerationenhaus in Teuschnitz sei man regelmäßig präsent.

"Wir sind eine Schule mit Verantwortung", schwärmte Judith Scherbel. Sie erzählte von der Mitbestimmung der Schüler in Sachen Haus- und Pausenordnung. Zudem erwähnte sie das Schülerparlament, in dem ihre Kollegen bei Entscheidungen mit involviert werden.


Schwierige Entscheidung

Alexander Wunsch betonte, dass die Vergabe des ersten Platzes nicht leicht gefallen sei. Deshalb seien neben Teuschnitz als Sieger unter den Bewerbungen nur zwei zweite Plätze vergeben worden.

Die Schulleiterin der Ivo-Hennemann-Grundschule, Gabi Hemmer, sprach davon, dass ihre Schule in Bayreuth zu 50 Prozent aus Migranten bestehe. Rund 15 freiwillige Helfer unterstützten die Bildungseinrichtung. Als Vorzeigeprojekt bezeichnete sie die integrierte Klimawerkstatt, die auch für andere Schulen geöffnet werden solle.

Der Schulleiter der Ivo-Hennemann-Grundschule Bad Staffelstein, Roland Christeiner, sprach von offenen Klassenzimmern, von Projekten von Kindergartenkindern, von der Mitsprache der Schulkinder bei der Unterrichtsgestaltung. Die Schule habe sich auch für Eltern und Vereine geöffnet. Stolz äußerte er sich über seine Bläserklasse, welche übrigens die Feier musikalisch gestaltete und die auf Grund ehrenamtlichen Engagements gegründet werden konnte.

Jürgen Rödel von der vbw-Bezirksgruppe Oberfranken würdigte die Leistungen der ausgezeichneten Schulen. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) beteilige sich gerne am Sponsoring des i.s.i.-Preises. Diese Auszeichnung könne Wegbereiter und Mutmacher für andere Schulen sein.

Vanessa Ziegler von der Stiftung Bildungspakt Bayern wies darauf hin, dass diese Auszeichnung mithelfen soll, die Schulqualität und Schulentwicklung zu verbessern.

2013 fand dieser Wettbewerb zum neunten Mal statt. Beim i.s.i.-Preis gehe es um langfristig angelegte Prozesse, an denen sich Schulleiter, Lehrkräfte, Eltern und Schüler aktiv und nachhaltig beteiligen. In diesem Jahr ging die Stiftung neue Wege. Zum ersten Mal wurde der Preis an regionale Grundschulen vergeben.

Mit der Prämierung sehr erfolgreicher Schulen möchten die Stiftung Bildungspakt Bayern, das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie die vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft als Stifter das Engagement bayerischer Schulen der Öffentlichkeit vorstellen und es würdigen.