Wie Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) in der jüngsten Sitzung im Arnika-Café mitteilte, hoffe man, den Netzwerkmanager Oliver Plewa über den Oktober 2015 hinaus weiterbeschäftigen zu können. Dies soll im Rahmen des auf drei Jahre angelegten Projekts "Arnika-Management" geschehen.


"Ehrenamtlich nicht zu realisieren"


"Das ist eine Tätigkeit, die eine Person voll in Beschlag nimmt. Das ist ehrenamtlich nicht zu realisieren", verdeutlichte Weber. Plewas wöchentliche Arbeitszeit soll von 25 auf 32 Stunden erhöht werden. Zusätzlich ist ein Budget für externe fachliche Beratung und Werbung eingeplant. Das Projekt ist mit 300 000 Euro veranschlagt, etwa 180 000 Euro erhofft sich die Stadt aus dem Leader-Topf.

"Der Bauabschnitt Kräutergarten ist baulich und finanziell abgeschlossen", informierte die Bürgermeisterin. Die Schlussrechnung belief sich auf knapp 250 000 Euro. Hinzu kamen Ausgaben für die Grundstücksmodellierung im Umfeld in Höhe von gut 20 000 Euro. Die Gesamt-Baukosten für den Kräutergarten betrugen somit circa 270.000 Euro. Aus dem Leader-Topf flossen 101 000 Euro, die Oberfrankenstiftung hat 80 000 Euro bewilligt.


Jetzt ist eine Kulturwiese geplant


Der Kräutergarten ist so angelegt, dass der zweite Bauabschnitt nahtlos folgen kann. Mitglieder des Arnika-Vereins haben bereits umfangreiche Pflanz- und Pflegeaktionen durchgeführt. "Mit dem Kräutergarten wurde der erste Baustein für unsere Stadtentwicklung gelegt", freute sich die Bürgermeisterin.

Das Gelände zwischen Kräutergarten und Festplatz soll in eine Kulturwiese umgestaltet werden. Das etwa 2800 Quadratmeter große Areal soll als Treffpunkt und Veranstaltungsforum dienen. Vorbehaltlich einer Leader-Förderung von 60 Prozent wurde dieses Projekt ebenso befürwortet wie die Möblierung und Beschilderung des Kräutergartens.


Netzwerkmanager Oliver Plewa blickte auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurück. Schwerpunkte seiner Arbeit seien der Aufbau der im Oktober 2014 eröffneten Arnika-Akademie, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Strukturierung und Koordination der Akteure gewesen. An den acht Seminaren im ersten Halbjahr 2015 hätten 54 Personen teilgenommen. Neun weitere Kurse mussten - auch mangels Nachfrage - abgesagt werden.


Beauty und Wellness


Künftig soll laut Plewa die medizinische Anwendung sowie der Bereich Beauty und Wellness gestärkt werden. Zudem wolle man eine zertifizierte Ausbildung nach Teuschnitz holen. Ausbauen wolle man die Verköstigung von Besuchergruppen sowie einen regelmäßigen Cafébetrieb durch den Arnika-Verein.

Gestartet habe man mit 15 bis 20 Ehrenamtlichen, mittlerweile engagierten sich 40 bis 50 Personen regelmäßig. "Sie leisten eine hervorragende Arbeit", lobte Plewa. Schriftführerin Angela Mayek zeigte sich begeistert von der Motivation der Mitglieder. "Es ist fantastisch, was da passiert", freute sie sich. Der Arnika-Verein zähle mittlerweile über 50 Mitglieder.

Plewa berichtete weiter über den Kräutergarten. Dort seien 3500 Pflanzen gesetzt worden, weitere 500 würden folgen. Der Lehr- und Schaugarten sei in Teilbereiche angelegt, großen Wert habe man auf eine Mischung von Heilpflanzen und Zierstauden gelegt. Der Garten sei ganzjährig attraktiv und ökologisch wertvoll. In den kommenden Tagen werde eine Einfriedung als Schutz gegen Vandalismus und Wildverbiss vorgenommen. Der Garten solle vielfältig genutzt werden.