Die Marktgemeinde Tettau will zeigen, dass im Tettauer Winkel nicht nur eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen vorhanden ist, sondern dass die Rennsteiggemeinde mit der Zeit geht und einiges vorzuzeigen hat. Deshalb wird auch investiert, beispielsweise in den Ausbau der Infrastruktur. Jetzt stehen die Schaffung einer Freizeitanlage in der Nähe der Siedlungsstraße/Am Teich und das Projekt "Zukunftsorientiertes Wohnen" in Tettau auf der Agenda. Am Montagabend gab es in der Gemeinderatssitzung Informationen über den aktuellen Stand dieser beiden Maßnahmen.

Michael Rudolph vom Planungsbüro Rudolph und Lange, Leipzig, stellte die Planungen der Freizeitanlage vor. Demnach soll ein "Multifunktionsplatz" entstehen, auf dem verschiedene Sportarten wie Tennis, Schach etc. ausgeführt werden können. Zusätzlich soll eine Fläche für Veranstaltungen für etwa 200 Personen geschaffen werden. Ladestationen für E-Bikes beziehungsweise Elektroautos sollen angebracht werden.

Im Zuge der Maßnahme ist auch die Neugestaltung des Spielplatzes vorgesehen. Angedacht ist weiter, den vorhandenen Teich herzurichten und das Wasser beispielsweise auch für ein Kneippbecken zu nutzen. Angebracht werden soll auch ein Steg.


Regionale Materialien

Wie der Planer weiter ausführte, will man so weit wie möglich bei der Gestaltung der Freizeitanlage typische regionale Materialien wie Holz und Schiefer einsetzen. Bezüglich der Bepflanzungen denkt man an naturnahe Gebirgswiesen und Wildstauden an den Wegen. Laut den Ausführungen von Michael Rudolph sollen Ende Juni die Planungen abgeschlossen werden. Durchaus könne er sich vorstellen, die Freizeitanlage im nächsten Jahr in Angriff zu nehmen.

Das Gremium folgte dem Vorschlag von Annika Kappelt, nämlich eine Online-Umfrage zu starten, in der alle Bürger von Tettau noch ihre Ideen für die Freizeitanlage einbringen können.

Das Projekt "Zukunftsorientes Wohnungen" stellte Gerd Sembale von saco-Architekten aus Neustadt an der Aisch vor. Rund 2,4 Millionen Euro sollen investiert werden. Sembale sieht dort gute Chancen der Vermarktung, zumal Martin Schülein vom ambulanten Pflegedienst "Pflege ohne Grenzen" das erste Obergeschoss für ein "betreutes Wohnen" erworben hat. Zusätzlich sollen noch sechs Appartements mit Wohnflächen zwischen 47 und 72 qm mit Kelleranteilen und Stellplätzen geschaffen werden. Diese Wohnungen können erworben werden. Sembale geht von einem Kaufpreis von knapp 3000 Euro pro Quadratmeter aus. Er wies darauf hin, dass alle Wohnungen barrierefrei und auf dem höchsten energetischen Stand sind. Die Wohnungen sind sowohl für Singles, junge Paare und ältere Menschen geeignet.

Der Idee von Carl-August Heinz, nämlich barrierefreie Stellplätze anzubringen, stand man positiv gegenüber.
Wie bereits berichtet, arbeiteten beim Projekt "Zukunftsorientiertes Wohnen" der Unternehmer Sembale, der Pflegedienst "Pflege ohne Grenzen" und auch die Gemeinde zusammen. So übernahm in Tettau der Markt die Abrisskosten für das Mietsgebäude der Alten Porzellanfabrik (auf dessen Fläche entsteht das Projekt). Dieses wurde mithilfe von Städtebaumitteln finanziert. Bürgermeister Peter Ebertsch ist überzeugt vom Projekt "Zukunftsorientiertes Wohnen". Dadurch haben die älteren Bürger die Möglichkeit, bei Gebrechlichkeit auch in ihrer Heimatgemeinde wohnen bleiben zu können.

Bestätigt wurden die neu gewählten Kommandanten. Dies sind Christian Wick als Kommandant, Peter Borchert als Stellvertreter und Mario Hofmann als weiterer Stellvertreter. Ebertsch bedankte sich bei den ausgeschiedenen Kommandanten Matthias Hanuschke und Holger Krautwurst für deren Einsatz für die Gemeinde.


Kritik an Pflanzbeet

Unter "Sonstiges" sorgte ein Pflanzbeet für Diskussionen. Willi Güntsch (SPD) kritisierte, dass bei dieser Entscheidung der Gemeinderat beziehungsweise der Bauausschuss nicht eingebunden wurde. "So geschmacklos wie hier geht es in keiner anderen Gemeinde zu." Ebertsch wies daraufhin, dass jeder Mandatsträger zum Besichtigungstermin hätte kommen können.

Carl-August Heinz beglückwünschte den TSV Tettau zum Aufstieg in die Kreisklasse. Und letztendlich ging Peter Ebertsch auf den Wandermarathon ein. Er bedankte sich bei allen Helfern. "Der Wandermarathon ist eine große Werbung für die Rennsteig-Region und für Tettau gewesen!"