Die Neue Tettauer Theatergruppe unter Leitung von Benjamin Baier bereitet ein einzigartiges Projekt vor, die Aufführung eines Weihnachtsmusicals. An vier Veranstaltungstagen (8., 9., 15. und 16. Dezember 2012) wird das Musical in der Tettauer Festhalle aufgeführt. An den beiden Sonntagen beginnt die Vorführung bereits um 16.30 Uhr, damit auch Kinder dabei sein können. Die beiden Abendveranstaltungen samstags beginnen um 20 Uhr.
Von Kronach aus wird ein Busshuttle je an einem Sonntag (Nachmittagsaufführung) und an einem Samstag (Abendveranstaltung) organisiert. Erste Informationen im Internet unter: www.theater-tettau.npage.de .
Weltberühmt ist der Dickens-Klassiker über den geizigen Scrooge, der durch die Begegnung mit drei Geistern der Weihnacht zum Wohltäter wird. Das Erfolgsteam der Neuen Tettauer Theatergruppe, mit musikalischer Unterstützung von Michael Wolf, schrieb mit der Weihnachtsgeschichte ein anrührendes, spannendes Stück Musiktheater voller prägnanter Bilder. Eingängige Melodien und packende, bezwingende Rhythmik machen die Sogwirkung des unterhaltsamen Familienmusicals aus.
Die Geschichte beginnt mit der simplen Feststellung, Jacob Marley sei tot. Der Zuschauer wird darüber aufgeklärt, dass Jacob Marley der Geschäftspartner, Weggefährte und einzige Freund des Protagonisten Ebenezer Scrooge war, bis er vor sieben Jahren am Weihnachtsabend verstarb. Dickens beschreibt Ebenezer Scrooge als Menschen, der voller Kälte ist und Kälte überall verbreitet, als enorm geizig und habgierig. Nach Marleys Tod ist Scrooge der alleinige Inhaber des Warenhauses "Scrooge and Marley" und unterhält einen Angestellten, Bob Cratchit.
Wie jedes Jahr besucht auch dieses Jahr wieder Scrooges Neffe Fred seinen Onkel, um ihn zum Weihnachtsessen einzuladen und ihm "Merry Christmas!" zu wünschen. Scrooge lehnt sowohl die Einladung als auch die guten Wünsche und sogar Weihnachten an sich völlig ab - wütend entgegnet er seinem Neffen: "Humbug!", was als eine für Scrooge typische Redewendung angesehen werden kann. Am selben Abend besuchen Scrooge zwei "Gentlemen", die um Spenden für die arme Bevölkerung bitten. Scrooge lässt sich nicht erweichen, er fragt rhetorisch, ob es denn keine Gefängnisse und Arbeitshäuser gäbe und ob nicht schon Gesetze zur Unterstützung der Armen existierten. Natürlich gibt es dies alles, deshalb ist sich Scrooge sicher, mit Bezahlung seiner Steuern habe er seine Pflicht erfüllt.
Am Abend begibt sich Scrooge nach Hause; als er die Tür öffnen will, sieht er kurz das Antlitz seines verstorbenen Freundes Marley auf dem Türklopfer, will es aber nicht glauben und betritt das Haus. Dort scheint alles normal, bis ihm der Geist Marleys erscheint. Der Geist ist kettenbehangen, an seiner Kette hängen Utensilien des Geschäftslebens: Geldkassetten, Portemonnaies und anderes mehr. Marleys Geist erklärt, er habe sich im Lauf seines Lebens diese Kette selbst geschmiedet. Dadurch, dass er zeitlebens nicht unter Menschen war, sondern sich nur seiner Gier nach Geld hingegeben hatte, muss er sich nun, nach seinem Tod, als Geist unter die Menschen begeben; die Kette fungiert als Symbol hierfür. Der Geist weist Scrooge darauf hin, dass Scrooge selbst ebenfalls eine solche Kette habe, beide Ketten seien vor sieben Jahren von derselben Länge gewesen, jetzt aber sei Scrooges Kette um einiges länger geworden.
Als vorweihnachtliche Bescherung ist dieses Musical so richtig was für's Herz, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert. Die Produktion unter der Regie von Benjamin Baier , der auch die Uraufführung "Die Geschichte vom Brandner Kasper" in Tettau leitete und inszenierte, wird gemeinsam mit dem Tettauer Singkreis und der Tanzgruppe des Tettau Kult auf die Bühne gebracht.