"Tiere mit Streifen sind blöd!", denken die Giraffen über Zebras. "Punkte tun den Augen weh, Streifen sind das Allerbeste", ist die Meinung der Zebras. Der Giraffenjunge Raffi und das Zebramädchen Zea würden gerne miteinander spielen. Ihre Eltern verbieten es ihnen aber, weil sich die beiden Herden nicht leiden können und daher seit Generationen voneinander getrennt leben.

"Tuishi pamoja" ist Swahili und bedeutet "Wir wollen zusammen leben" - und darum ging es auch in dem Stück: Erst durch die Freundschaft der beiden Tierkinder lernen ihre Herden, dass sie die Gefahren der Savanne leichter gemeinsam bestehen können.

Nachts allein in der Savanne

Sieben Wochen hatten die Nachwuchsdarsteller aus den dritten und vierten Jahrgangsstufen mit ihrer Lehrerin Carola Glaser Texte gelernt sowie Lieder und Tänze geprobt. Am Mittwoch präsentierten sie ihren Familien und Verwandten in der Aula der Schule das kleine Musical.

Vor dem einer Savanne nachempfunden Bühnenbild tummeln sich Zebras, Giraffen, Löwen und Erdmännchen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Raffi (Tim Reißig) und Zea (Leonie Hoderlein), deren Herden seit vielen Jahren nichts miteinander zu tun haben wollen. Durch einen Angriff der Löwen werden die Tierkinder von ihren Familien getrennt und müssen alleine die Nacht in der Savanne verbringen.

Zunächst besinnen sie sich auf die Worte der Eltern und geraten in Streit. Das Publikum hatte seinen Spaß. Glücklicherweise gibt es da noch die drei pfiffigen Erdmännchen, die nicht nur stets einen flotten Spruch auf den Lippen haben und feststellen: "Es ist ja wirklich völlig egal, ob jemand Streifen oder Punkte auf seinem Fell hat - Doofheit gibt's überall".

Sie bringen damit nicht nur Raffi und Zea zur Vernunft, sondern schaffen es sogar, dass die Zebras und Giraffen sich anfreunden. Zum Schluss singen alle "Tuishi pamoja" - Das Versprechen, in Zukunft Freunde zu sein und zusammen leben zu wollen.

Testsichere Darsteller

Das Bühnengeschehen wurde ergänzt durch afrikanisch-groovige Chorlieder mit eingängigen Melodien, Percussion und rhythmischer Musik. Dabei beeindruckten sowohl der Chor als auch die Hauptdarsteller in ihren Solopartien mit tollen gesanglichen Qualitäten. Es wurde aber nicht nur gesungen sondern auch getanzt, getrommelt und natürlich gespielt. Textsicher meisterten die Nachwuchs-Darsteller ihre witzigen Dialoge. "Egal wie bunt du bist, was in Mode ist - wir sind Freunde, ein für alle Mal", schmetterten sie ihr letztes Lied.

Carola Glaser dankte allen, die zum Gelingen beigetragen hatten. Überhaupt war die Aufführung ein gemeinsamer Kraftakt der Schulfamilie. Auch die Eltern hatten großen Einsatz gezeigt, zum Beispiel beim Basteln der Kostüme oder beim Proben der Texte mit ihren Kindern zuhause. Großen Applaus gab es vom Publikum, das die Musical-Darsteller natürlich nicht ohne Zugabe von der Bühne ließ. So kamen alle noch einmal in den Genuss des hinreißenden "Streits" von Raffi und Zea sowie des Schlussliedes, dass alle Freunde sein wollen.